Noch ist die Mauer gegenüber dem Grundschulgebäude in Holzhausen grau und trist. Stadtjugendpflegerin Gertrud Teller erinnerte in der Ortschaftsratssitzung an die Idee, diese farbig zu gestalten. Das Gremium begrüßt die Initiative.
Sulz-Holzhausen - Ein wenig überrascht und unvorbereitet zeigte sich der Holzhauser Ortschaftsrat in der jüngsten Sitzung, als die Stadtjugendpflegerin Gertrud Teller in der Bürgerfragestunde konkrete Fragen zur Mauerverschönerung gegenüber der Holzhauser Grundschule hatte.
Zwar sei das Thema im Holzhauser Ortschaftsrat, damals angeregt vom Ortschaftsratsmitglied Ottmar Huber, schon auf der Tagesordnung gewesen, aber durch Corona doch vernachlässigt worden, informierte der stellvertretende Ortsvorsteher Armin Hipp.
Genehmigung vom Landratsamt eingeholt
Der Stadtjugendpflegerin ging es vor allen Dingen darum, ob dieses Projekt noch berücksichtigt werden soll. Der Holzhauser Ortschaftsrat zeigt auch weiterhin ein gesteigertes Interesse, konnte Hipp feststellen. Er schlug vor, das Thema im Gremium noch mal aufzugreifen und kreative Ideen zu sammeln, um dann gemeinsam mit Gertrud Teller das Projekt zu besprechen.
Teller informierte, dass es durchaus Möglichkeiten einer Förderung gäbe. Da die Mauer sich an der Kreisstraße befindet, ist zunächst die Genehmigung vom Landratsamt Rottweil nötig. Laut Teller liegt diese bereits vor.
Mit Jugendkunstschule und professionellen Künstlern
Die Stadtjugendpflegerin könnte sich vorstellen, dieses Projekt auch ins Ferienprogramm aufzunehmen. Aber auch die Grundschule würde sich beteiligen – wenn auch nicht federführend, informierte die kommissarische Schulleiterin Ann-Kathrin Walter. Mitwirken würde laut Teller auch die Jugendkunstschule Kreisel.
Die Mauer müsste zunächst aufbereitet werden, damit dann anschließend die gewünschten Motive aufgesprayt werden könnten. Das Ganze müsse durch externe Künstler begleitet werden. Für die finanzielle Unterstützung des Projektes gäbe es Fördermittel von der Sulzer Stiftung Kulturlabor und vom Programm "Aufholen nach Corona". Die Stiftung Kulturlabor fördert engagierte und kreative Menschen sowie Projekte aus Kunst und Kultur im ländlichen Raum, vor allem in Sulz mit seinen Teilorten. Das Ziel des Aktionsprogramms "Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche" des Kommunalverbandes für Jugend und Soziales Baden-Württemberg ist es, dass Kinder und Jugendliche schnell wieder Versäumtes aufholen und nachholen können, was nicht nur für den Lernstoff, sondern auch für ihr soziales Leben gilt.