Die Musical-AG der Anne-Frank-Schule glänzte mit dem Stück „Tuishi pamoja” und einer aktuellen Botschaft.
Kann eine Giraffe mit einem Zebra befreundet sein? Klare Antwort: Ja – zumindest im Musical „Tuishi pamoja”, das die Musical-AG der Anne-Frank-Grundschule zum Abschluss des Schuljahres aufführte, heißt es in einer mItteilung der Schule.
Dabei ist diese Freundschaft nicht selbstverständlich. Die Giraffen und Zebras leben in der Savanne Afrikas zwar in unmittelbarer Nachbarschaft, wollen aber nichts miteinander zu tun haben. Und was die „Erwachsenen” vorleben, machen die Kinder nach: Als sich das Giraffenkind Raffi und das kleine Zebra Zea begegnen, wollen sie zunächst überhaupt nicht miteinander reden. Damit sich das ändert, braucht es schon den Einsatz der pfiffigen Erdmännchen. Und auch der Angriff der Löwen bewirkt etwas Gutes. Auf einmal merken Giraffen und Zebras, dass es sich lohnt zusammenzuhalten. Darauf bezieht sich auch der Titel „Tuishi pamoja” – heißt auf Swahili so viel wie „Wir wollen zusammenleben”.
Die Musical-AG hatte fleißig geprobt, um das Stück zu inszenieren. Das Besondere dabei: Die Leitung hatten die beiden Musiklehrerinnen Eva-Maria Barth (Anne-Frank-Schule) und Claudia Winker (Otto-Hahn-Gymnasium) gemeinsam. Letztere kam einmal die Woche zur Probe in den Musiksaal der Anne-Frank-Schule. Dort bekamen dann auch mehr als 60 Zuschauer in rund 60 Minuten eine gelungene, kurzweilige Aufführung geboten – mit stark besetzten Hauptrollen und vielen Kindern von der ersten bis zur vierten Klasse, die einmal Bühnenluft schnuppern durften. Die Akteure zeigten sich ausdrucksstark und textsicher. Und man merkte ihnen bei aller Anspannung an, dass sie allesamt mit Freude auf der Bühne standen. Sie alle durften sich am Ende ihren verdienten Applaus abholen.
Schulleiterin Katrin Disch spannte auch den Bogen zum Alltag der Schüler: Das Musical erinnere daran, „dass wir unsere Vorurteile immer wieder überdenken sollten”.