Wenig reizvoll für Meßstetter Schüler ist der marode Schulhof der Grundschule im Wohngebiet Bueloch– das soll sich nun aber ändern: Der Technische Ausschuss hat über zwei Varianten beraten und sich für eine entschieden. Foto: Ulrike Zimmermann

Der Schulhof und das Kleinspielfeld der Grundschule Bueloch in Meßstetten sollen modern und zeitgemäß gestaltet werden – über die dafür nötigen Arbeiten zur Sanierung und Umgestaltung hat nun der Technische Ausschuss beraten.

In der Schule verbringen Kinder sehr viel Zeit auf dem Schulgelände. Der marode Schulhof der Grundschule im Wohngebiet Bueloch in Meßstetten wirkt aber wie ein Überbleibsel aus einer Zeit, in der die Pause lediglich als Unterbrechung des Unterrichts dienen sollte.

 

Im Technischen Ausschuss wurde am Mittwoch über die Sanierung und Umgestaltung des Schulhofbereichs sowie des angrenzenden Kleinspielfeldes beraten. Mit Vorplanung wurde das Büro Freiraumplanung Sigmund aus Grafenberg beauftragt.

Eine Variante geht einen Schritt weiter als die andere

Stadtbauamtsleiter Claus Fecker präsentierte erste Ergebnisse und legte dabei zwei Varianten mit entsprechenden Kostenschätzungen vor.

Die erste Variante ist weniger aufwendig umzusetzen, weil der Schulhof in seiner bisherigen Größe beibehalten und durch eine abwechslungsreiche Mischung aus Kletter- und Balancierelementen bereichert wird, die für Spaß und Bewegung inmitten grüner Inseln sorgen sollen. Eine Kletterwand und eine Tischtennisplatte erweitern das sportliche Angebot.

Auch das Kleinspielfeld – hier im Hintergrund – soll saniert werden. Foto: Zimmermann

Auch das bisherige Sportfeld bleibt in seiner Grundform erhalten, wird aber durch ein multifunktionales EMPD-Kleinspielfeld und einen kleinen Skatepark ergänzt. Dadurch entsteht ein lebendiger Treffpunkt, der nicht nur während der Schulzeiten, sondern auch darüber hinaus Jugendliche anzieht und ihnen einen sicheren Ort für sportliche Aktivitäten bietet.

In der zweiten Variante ist der Landschaftsplaner einen Schritt weiter gegangen und gibt dem Schulhof einen neuen Geländecharakter: Statt einer Kletterwand soll ein Kletterfels integriert werden. Außerdem soll im bisher schwer nutzbaren Hangbereich ein kleiner Schulgarten angelegt werden. Durch die Terrassierung mit Sitzstufen entsteht ein nutzbarer Raum, der den Kindern die Möglichkeit bietet, Erfahrungen im Gemüseanbau zu sammeln.

Außerdem ist ein Verbindungsweg mit Fahrradstellplätzen zur Max-Eyth-Straße vorgesehen, so dass das Sportfeld nicht nur über das Schulgelände erreichbar ist. Dementsprechend unterscheiden sich auch die zu erwartenden Kosten: Bei Variante eins sind es insgesamt 919 000 Euro, bei Variante zwei sind es 1 127 000 Euro.

Variante eins kriegt den Zuschlag – mit einem Zusatz

Die Umsetzung der Pläne für den Schulhofs soll zunächst zurückgestellt werden, um das Ergebnis des noch nicht umgesetzten Konzeptes zur Schaffung zusätzlicher Schulräume infolge steigender Schülerzahlen abzuwarten.

Der Bereich Kleinspielfeld/Freizeitanlage ist im Rahmen der städtebaulichen Erneuerungsmaßnahme Bueloch mit 60 Prozent förderfähig. Dafür muss die Maßnahme spätestens bis zum Ende des Bewilligungszeitraums am 30. April 2028 abgeschlossen und abgerechnet sein.

Die Verwaltung gab bei der anschließenden Diskussion keine Priorisierung vor. Mit Blick auf die aktuelle Finanzsituation war die Meinungen der Ausschussmitglieder allerdings übereinstimmend: 60 Prozent Förderung sind zwar sehr viel, aber der Rest muss dennoch mit Steuergeldern aus dem Stadthaushalt bezahlt werden.

Und da sich beide Varianten nicht so grundsätzlich unterscheiden, waren sich die Ausschussmitglieder schnell einig. Einstimmig plädierten sie für Variante eins, aber mit einem Verbindungsweg zur Max-Eyth-Straße.