Die Buslinie zwischen Ettenheim, Ringsheim und Rust bleibt nach einer zweijährigen Probephase erhalten.
Die sogenannte „Südspange“ (Buslinie 7231) zwischen Rust, Ringsheim und Ettenheim wird auch künftig weiter verkehren. Das hat der Kreistag einstimmig beschlossen, freut sich die Gemeinde Ringsheim in einer Mitteilung. Demnach waren die Fahrgastzahlen auf der Linie nach Zählungen und Schätzungen der Landkreisverwaltung gut. Die Freude in Ringsheim, bei Nutzern, Bürgermeister und Gemeinderäten sowie bei den Urlaubsgästen und dem Europa-Park ist groß, betont die Verwaltung.
Der Ausschuss für Umwelt und Technik des Ortenaukreises hat über die Weiterführung im März 2026 intensiv beraten und dem Kreistag empfohlen, das Busangebot in leicht abgespeckter Form dauerhaft in den öffentlichen Nahverkehr zu übernehmen. Der Kreistag hat dem nun grünes Licht gegeben. Bürgermeister Pascal Weber: „Ich bin froh dass es gelungen ist, diese klare Mehrheit im Kreistag zu erhalten. Die Linie wird weitergeführt, wird in die Finanzierung des Kreises übernommen und bietet uns weiter beste Anbindungen nach Ettenheim und Rust. Gleichzeitig endet unsere gemeindliche Mitfinanzierung von knapp 50.000 Euro jährlich in den vergangenen beiden Jahren.“ Finanziert wurde das Projekt nämlich während der Erprobungsphase zur Hälfte vom Ortenaukreis, zu einem Viertel vom Europa-Park sowie zu einem Viertel von den beteiligten Kommunen Ettenheim, Ringsheim und Rust, wobei der Anteil Ettenheims auf deren Bitte etwas geringer als der der anderen beiden Kommunen war. Die aktuelle Vereinbarung läuft nun aus, erklärt die Gemeinde.
Einige Verbindungen fallen weg
Um die Gesamtkosten für sich im Rahmen zu halten, hat die Kreisverwaltung gemeinsam mit dem Verkehrsunternehmen „Südbaden-Bus“ und „Rist Reisen“ einen angepassten Fahrplan erarbeitet. Künftig sollen in den Wintermonaten einzelne weniger stark nachgefragte Fahrten zwischen Rust und Ringsheim entfallen. Zwischen Ringsheim und Ettenheim werden ganzjährig einige Fahrten reduziert, da auch hier die Fahrgastzahlen zu gering waren. „Der Wegfall einiger Fahrten auf Drängen der Landkreisverwaltung angesichts der Haushaltslage des Kreises schmerzt schon etwas. Aber das sind Kompromisse, auch im Sinnes des allgemeinen Steuerzahlers, die zu akzeptieren sind“, so Weber weiter.
Mit dem optimierten Fahrplan rechnet die Kreisverwaltung im Jahr 2026 mit Kosten von rund 546.000 Euro. Für die Jahre 2027 und 2028 werden – unter Berücksichtigung erwarteter Kostensteigerungen – 579.000 Euro beziehungsweise 613.000 Euro veranschlagt. Der Europa-Park wird (wie bisher schon) an besonderes besucherstarken Tagen, Wochen, Veranstaltungen oder Verkehrslagen darüber hinaus zusätzlich sogenannte „Verstärkerfahrten“ buchen und vollständig selbst finanzieren, heißt es weiter. Diese verkehren auf der Strecke Ringsheim Bahnhof – Rust.