Sulz wagt es ein drittes Mal und bewirbt sich als Ausrichter der Gartenschau 2031. Der Gemeinderat hat am Montagabend grünes Licht gegeben.
Bürgermeister Jens Keucher sieht in der Gartenschau eine große Chance für Sulz und zeigte sich am Montagabend im Gemeinderat in Bezug auf die Aussichten optimistisch: „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir eine positive Rückmeldung vom Land bekommen.“
Aus Sicht der Verwaltung lassen sich aktuelle Projekte wie Hochwasserschutz, der Neckar, das Neckarufer und dessen Umfeld, aber auch die städtebauliche Entwicklung, gut mit einer Gartenschau verbinden und umsetzen.
Nicht auf Kernstadt beschränken
Ebenso könne es so zu einer Aufwertung der Altstadt, des Wöhrd und den Neckarwiesen kommen und die Aufenthaltsqualität sowie die Barrierefreiheit verbessert werden.
Doch dabei wolle man sich nicht auf die Kernstadt beschränken. „Die Verwaltung geht davon aus, dass neben dem Neckartal auch Bereiche im Glatttal und Mühlbachtal in ein Gartenschau-Konzept einbezogen werden können“, wird der Blick zu den Ortschaften jenseits des Neckars geweitet.
Mit Blick auf die für Sulz anstehenden Aufgaben, aber auch auf die positive und vor allem nachhaltige Wirkung, die eine Gartenschau über das eigentliche Veranstaltungsjahr hinaus entfalten könnte, empfahl die Stadtverwaltung, Interesse an der Gartenschau 2031 zu formulieren.
Diese Empfehlung wurde bei zwei Nein-Stimmen und einer Enthaltung mit großer Mehrheit angenommen.
Sulz hatte sich im Jahr 2018 zum zweiten Mal nach 2009 für die Ausrichtung einer Gartenschau für den Zeitraum 2026 bis 2030 beworben. „Für das Jahr 2031 hat sich, aufgrund der Rückgabe der Ausrichtung der Gartenschau durch eine andere Stadt, die Möglichkeit ergeben, das Interesse für die Ausrichtung durch die Stadt Sulz zu signalisieren“, heißt es in den Sitzungsunterlagen.