Die Wahlbeteiligung ist im Vergleich zu 2016 gesunken. Das gilt auch für Schömberg.Foto: Stocker Foto: Schwarzwälder Bote

Landtagswahl: Grüne in Liebenzell, Schömberg und Unterreichenbach stärkste Partei

Bei der Landtagswahl vor fünf Jahren war die CDU in Bad Liebenzell und Schömberg noch stärkste Partei. Am Sonntag zogen die Grünen in beiden Kommunen an den Christdemokraten vorbei.

Bad Liebenzell/Schömberg/Unterreichenbach. Die Grünen sind obenauf: Auch in Bad Liebenzell, Schömberg und Unterreichenbach wurden sie bei den Landtagswahlen stärkste Partei. Allerdings hat sich der Stimmenanteil ihres Kandidaten Johannes Schwarz in Bad Liebenzell im Vergleich zu 2016 sogar etwas verringert. Er fiel von 28,5 auf 28,2 Prozent. Damit überholte er aber den CDU-Landtagsabgeordneten Thomas Blenke, dessen Stimmenanteil in der Kurstadt von 31,3 auf 26,7 Prozent sank. Verschlechtert hat sich auch das Wahlergebnis der AfD: Ihr Kandidat Miguel Klauß erhielt in Bad Liebenzell 12 Prozent. 2016 bekam die AfD noch 18 Prozent.

Gerade einmal 7,7 Prozent erhielt der in Bad Liebenzell wohnende Philipp Göhner von der SPD. Die Sozialdemokraten unterboten damit in der Kurstadt ihr ohnehin schon schlechtes Ergebnis von 2016, als sie nur 8,1 Prozent erhielten. Im Aufwand ist die FDP: Herbert Müller schaffte neun Prozent. 2016 waren es 7,8 Prozent. Martin Handel von den Freien Wählern erhielt aus dem Stand sogar 7,2 Prozent.

Blenke bleibt nur Platz zwei

In Schömberg legten die Grünen leicht zu. Dort bekam Schwarz 29,5 Prozent. 2016 waren es 28,3 Prozent. Auch hier zog der grüne Kandidat an Blenke vorbei, der auf 25,2 Prozent kam. Vor fünf Jahren waren es 30,3 Prozent. Die AfD verlor stark und sank von 19,3 auf 13,2 Prozent. Die SPD mit Göhner bekam etwas weniger Stimmen als 2016. Statt 9,5 waren es jetzt 9,3 Prozent. Die FDP legte von 7,1 auf 10,6 Prozent zu. Die Freien Wähler schafften 4,8 Prozent.

In Unterreichenbach verloren die Grünen im Vergleich zu 2016 leicht – von 34,5 auf 33,1 Prozent. Sie blieben aber bei Weitem die stärkste Partei, da die CDU ihr schlechtes Ergebnis von 2016 noch einmal unterbot. Sie fiel von 23,7 auf 22,4 Prozent. Die AfD sackte von 18,7 auf 13,5 Prozent ab. Auch die SPD verlor noch einmal stark und fiel von 10,4 auf 7,7 Prozent. Viele Stimmen hinzu gewann die FDP. Die Liberalen verbesserten ihr Ergebnis von 6,8 auf 11,1 Prozent. Die Freien Wähler schafften lediglich 4,3 Prozent.

Relativ stark war die Linke mit ihrem Kandidaten Erhard Hofmann. Sie bekamen in Unterreichenbach 3,7 Prozent. In Bad Liebenzell waren es nur 2,8 und in Schömberg 2,1 Prozent.

In Bad Liebenzell sank die Wahlbeteiligung von 73,2 auf 66,3, in Schömberg von 67,1 auf 61,4 und in Unterreichenbach von 70,8 auf 62,9 Prozent.

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