Kandidaten von Bündnis 90 / Die Grünen waren gemeinsam mit Mitgliedern der ADFC-Ortsgruppe unterwegs. Foto: Annegreth Fezer-Brenner

Die Kandidatinnen und Kandidaten von Bündnis 90 / Die Grünen waren gemeinsam mit der ADFC-Ortsgruppe unterwegs. Sie informierten sich über die Sicht des ADFC auf die Situation des Radverkehrs in Nagold.

Schwerpunkt der Radrunde war das Befahren der Fahrradstraße nach Iselshausen. Hier wurde wieder einmal allen Beteiligten klar, dass etliche Autofahrerinnen und Autofahrer offenbar nicht wissen, welche Regeln die Straßenverkehrsordnung in diesem Bereich vorsieht.

 

„Dass Autos in dieser Straße „Gäste“ sind und das nebeneinander Fahren der Radler ausdrücklich erlaubt ist, wissen offenbar die Wenigsten“, heißt es in einer Pressemitteilung der Grünen Kandidaten und des ADFC.

Einig war man sich in der Runde deshalb, dass hier noch eine Menge an Aufklärungsarbeit zu leisten sei. Der ADFC plant deshalb verschiedene Aktionen, damit Radfahrer in diesem Bereich sichtbarer werden.

Fahrräder haben Vorrang

Auch auf Verwaltungsseite der Stadt ist das Thema bekannt. In welcher Form hier nachjustiert wird, ist noch offen. Wünschenswert sind auf jeden Fall Aktionen, die der Bevölkerung immer wieder ins Bewusstsein rufen, dass Autos in diesem Bereich lediglich toleriert sind, erkennbar am Straßenschild „frei für Kfz“, und Fahrräder Vorrang haben.

Im Anschluss fuhr die Gruppe Richtung Grafenwiesenstraße. Die Optimierung der dortigen Querungshilfe wurde von den Grünen Gemeinderätinnen und -räten schon mehrfach angemahnt, da diese insbesondere für die Anbindung des Wohngebietes „Riedbrunnen“ für Fußgänger und Radfahrer wichtig sei.

Mutige Entscheidungen gefragt

Abschließend ging es in die Herrenberger Straße Richtung Durchlass, wo die Anbindung aus Richtung Osten in die Innenstadt durch den Durchlass diskutiert wurde. Hier sieht die offizielle Radwegeführung für aus Richtung Vorstadtplatz nach Jettingen fahrende Radler eine Durchquerung des Kreisels und eine Weiterfahrt am Jugendforschungszentrum vorbei vor, die nicht als Radverbindung tauge.

„Die meisten Radlerinnen nutzen aus nachvollziehbaren Gründen regelwidrig den Gehweg, was natürlich auch keine Lösung sein kann. Hier sind mutige Entscheidungen von Stadtplanungs- und Ordnungsamt gefragt, um die vor allem bei schönem Wetter stark frequentierte Anbindung in die Innenstadt attraktiv zu machen“, teilen die Grünen mit. Dadurch entspanne sich dann bei Großevents ganz nebenbei die Parksituation.