Landtagsabgeordnete der Grünen haben das HolzBauWerk in Seewald besucht und sich vor Ort ein Bild von dem Unternehmen gemacht.
Wie steht es um den regionalen Holzbau im Schwarzwald und in Baden-Württemberg? Dieser Frage gingen unter anderem Abgeordnete der Grünen Fraktion im Landtag Baden-Württemberg nach, als sie das „HolzBauWerk Schwarzwald“ in Seewald besuchten. Darüber berichtet die Partei in einer Pressemitteilung.
Gemeinsam mit Geschäftsführern, Branchenexperten und lokalen Vertretern diskutierten sie über Chancen und Herausforderungen des regionalen Holzbaus. Das voll automatisierte Werk verarbeitet laut der Mitteilung ausschließlich Hölzer aus Baden-Württemberg – zu über 90 Prozent aus dem Schwarzwald – zu massiven Wänden und Geschossdecken aus Holz.
Bürokratie macht Probleme
In einer Diskussion, an der Daniel Schaible, geschäftsführender Gesellschafter der Holzbau Schaible, sowie Bürgermeister Dominic Damrath und stellvertretender Bürgermeister Jochen Bier aus Seewald teilnahmen, wurde deutlich, dass man im Gewerbegebiet leider aufgrund von Bundesbürokratie noch immer auf die Freischaltung des Glasfaseranschlusses wartet, wie es in der Mitteilung heißt. „Es ist alles gebaut, scheitert aber noch an der bürokratischen Dokumentationspflicht“, erklärte Bürgermeister Damrath.
„Holzbau ist die Lösung, um der Atmosphäre CO2 zu entziehen und gleichzeitig wertschöpfend tätig zu sein“, betonte Manuel Echtle, Geschäftsführer beim HolzBauWerk. Jörg Kübler, ebenfalls Geschäftsführer beim HolzBauWerk, ergänzte: „Holzbau ist heute nicht teurer als ein konventionell errichtetes Gebäude aus Beton oder Steinen. Ein Holzbau kann in der halben Zeit gebaut werden. Es muss aber von Anfang an konsequent in Holz geplant werden.“
Auch im Brandschutz sehen die Fachleute grundsätzlich keine Hürde mehr. Seit Januar 2026 sind, mit Einführung der neuen Holzbaurichtlinie durch die grün-schwarze Landesregierung, achtstöckige Gebäude aus Holz problemlos machbar, wie es in der Mitteilung heißt. Adressiert an die Holzbauoffensive, konstatierte Daniel Schaible: „In der Praxis scheitern wir heute nicht mehr an den Gesetzen, sondern an fehlendem Wissen und Fachkräftemangel in den unteren Baubehörden.“