Referierten bei der Versammlung der Kanderner Grünen (von links): Peter Schalajda, Josha Frey, Thomas Brehm, Bernd Brohammer, Yannick Heckel, Pablo Wagner, Claus-Dietrich Härlin und Thomas Schmidt Foto: Gudrun Gehr

Der Kanderner Grünen-Ortsverband hatte zur Jahresversammlung eingeladen. Dabei kamen auch große Themen zur Sprache.

Yannik Heckel, einer der fünf Vorstände des Ortsverbands, begrüßte die Teilnehmer.

 

Bericht des Vorsitzenden: Der Ortsverband hat im Frühjahr einen neuen räumlichen Zuschnitt erhalten. Das ursprüngliche Zuständigkeitsgebiet wurde nun reduziert auf die Kernstadt Kandern mit Ortsteilen und Malsburg-Marzell. Der ehemalige Zuschnitt mit den restlichen Gemeinden ab Wittlingen wurde im neu geschaffenen Ortsverband Südliches Markgräflerland zusammengefasst. Durch die Veränderung des Zuschnitts umfasst der Ortsverband Kandern derzeit 31 Mitglieder.

Heckel gab einen Überblick über das vergangene Jahr mit vier Veranstaltungen. Neben der Jahreshauptversammlung wurden zwei Wahlkampfstände für die Bundestagswahl mit der Kandidatin Jasmin Ateia betrieben. Ihr Listenplatz reichte jedoch nicht für einen Einzug in den Bundestag.

Im Juli konnte der Ortsverband den Eisenbahnbetriebsleiter der Wutachtalbahn, Christian Brinkmann, zu einem Vortrag gewinnen, der viel beachtet wurde. Die Grünen organisierten ferner eine Exkursion zu den Biotopen von Horst Spreen an der Feuerbacher Straße in Kandern, der eine große Artenvielfalt betreut, darunter für die vom Aussterben bedrohte Gelbbauch-Unke und die Geburtshelferkröte. Brehm wies darauf hin, dass noch Helfer gesucht werden.

Berichte aus den Gremien: Der Kreisvorsitzende Josha Frey berichtete von einem Anstieg der Mitgliederzahlen im Kreis, diese seien von 280 Mitgliedern (2020) auf 455 Mitglieder angestiegen. Alle drei Monate werden die Neumitglieder zu einem Empfang eingeladen. Zum Anstieg der Mitgliederzahlen sagte Frey: „Viele Leute haben die Schnauze voll vom ,Grünen-Bashing’ und sind überzeugt, dass die ,Brandmauer nach Rechts’ nicht fallen darf.“

Klinikum, Haushalt, ÖPNV und mehr sind Thema

Peter Schalajda berichtete aus der Arbeit des Kreistags über die großen Themen Klinikum, knapper Haushalt mit einem sozialen Anteil von mehr als 40 Prozent, Abfallwirtschaft und Breitbandversorgung. Er sprach auch über die „Interkommunale Wärmeversorgung“ und den Verbund. Zudem berichtete er vom „Strombilanzmodell“ und Batteriespeicher des Landratsamts für Kreis-Einrichtungen, die Anlagen sollen 2027 in Betrieb gehen. Weiteres Thema war der ÖPNV mit den neuen Linienbündeln.

Für den Gemeinderat berichtete Claus-Dietrich Härlin, der im September für Martin Schellhorn im Amt nachgerückt war. Seine Themen waren die Kandertalbahnreaktivierung – hier stehen alle Gemeinderäte hinter den Kosten für die Planungsphasen eins und zwei –, sowie der Anstieg der Kita-Gebühren, Gewerbesteuer, Wasser- und Abwasser.

Gemeinderat Bernd Brohammer verwies darauf, dass infolge der klammen Gemeindekasse keine größeren Bausanierungen vorgenommen werden können.

Der Kassenstand des Ortsverbands ist stabil

Finanzen: Frey berichtete in Vertretung der neuen Kassiererin Katharina Nobs aus Grenzach-Wyhlen von einem stabilen Kassenstand und einer guten Planungssicherheit.

Landtagswahl: Im Ausblick sprach er unter anderem über Aktivitäten für die anstehende Landtagswahl für den Wahlkreis 48 Breisgau-Hochschwarzwald. Die Gemeinden Kandern, Malsburg-Marzell und Schliengen werden für die Grünen derzeit durch Reinhold Pix aus Ihringen vertreten.

Die im Raum Stuttgart wohnende Landtagskandidatin für den Wahlkreis, Anna Deparnay-Grunenberg, war der Sitzung per Video zugeschaltet, sie stellte sich den Mitgliedern vor. Ihr Augenmerk liegt auf Wirtschaft, Klima, Gemeinwohl-Ökonomie, Wald-, Natur- sowie Artenschutz und Jagd.