Bei der feierlichen Gründung der Verbundkirchengemeinde (von links): Ebhausens Pfarrer David Gareis, Rainer Feuerbacher, der Mindersbacher Pfarrer Markus Eißler und Matthias Köhler.  Foto: Baum

In der Ebhauser Kirche wurde die Gründung einer neuen Verbundkirchengemeinde besiegelt. Die Protestanten aus Ebhausen und Mindersbach machen künftig gemeinsame Sache.

In einem feierlichen Gottesdienst in der Ebhauser Kirche wurde die Vereinigung der Protestanten aus Ebhausen und Mindersbach zur Verbundkirchengemeinde offiziell gemacht. Musikalisch umrahmt wurde die Zeremonie mit den beiden Pfarrern sowie mit Co-Dekan Tobias Geiger vom Sängerkranz Mindersbach sowie der Echtzeitband.

 

Der evangelische Pfarrer aus Ebhausen, David Gareis, begrüßt die Kirchgänger. Als Grund für den Verbund der beiden Kirchengemeinden Ebhausen und Nagold-Mindersbach führte er an, dass die Gemeinden immer kleiner würden – daher müssten die beiden bis dahin unabhängigen Kirchengemeinden zusammengelegt werden. Dies sei eine gute Grundlage: „Ich bin überzeugt, dass wir eine gute, zukunftsfähige Struktur gefunden haben.“

Pfarrer Eißler: Begegnungauf Augenhöhe

Matthias Köhler, zweiter Vorsitzender des Kirchengemeinderats Mindersbach, stellte Gareis und dessen Mindersbacher Kollegen Markus Eißler einige Fragen. Gareis erklärte, dass es bereits seit längerer Zeit eine sehr gute Zusammenarbeit zwischen Mindersbach und Ebhausen gebe. Der Mindersbacher Pfarrer Markus Eißler sagte: „Wir begegnen uns mit Ebhausen auf Basis der Bibel – und auf Augenhöhe.“ Zwischen beiden Gemeinden habe „immer ein gutes Miteinander“ geherrscht.

Die Echtzeitband umrahmte den Festgottesdienst zur Gründung der Verbundkirchengemeinde Ebhausen/Mindersbach. Foto: Angela Baum

Rainer Feuerbacher, Köhlers Ebhauser Pendant,vertrat den Standpunkt, dass die Ebhauser Gemeinde alleine Gefahr lief, ihre Pfarrstelle zu verlieren. Mit Mindersbach im Boot hätten beide Pfarrgemeinden gemeinsam rund 1500 Mitglieder. Und: „Wir haben eine sehr gute Pfarrer-Versorgung.“

„Wir haben eine sehr gute Pfarrer-Versorgung“

Co-Dekan Tobias Geiger hielt die Predigt. Foto: Angela Baum

Matthias Köhler betonte, dass die beiden Gemeinden diesen wichtigen Schritt gut vorbereitet gegangen seien – „es war aber keine leichte Entscheidung für uns Mindersbacher“. Man habe vor der „Fusionierung“ ein klares Votum aus der Kirchengemeinde mitgenommen – deren Mehrheit die neue Verbundkirchengemeinde favorisierten.

Rainer Feuerbacher rekapitulierte noch kurz die längere Suche nach einem Pfarrer für Ebhausen – bis man Anfang Oktober David Gareis gefunden habe. Einige Herausforderungen habe man in der Vergangenheit zudem gemeistert – etwa die Sanierung und Bau des Gemeindehauses oder die Kirchensanierung – alles sei bezahlt. Matthias Köhler betonte, ihm sei wichtig, „dass die beiden Kirchengemeinden zusammen wachsen.“

Ortsvorsteherin wünschtKraft und Zuversicht

Mindersbachs Ortsvorsteherin Heiderose Rück erklärte, sie freue sich sehr über die Gründung der Verbundkirchengemeinde. Sie sei überzeugt, dass diese „ eine ganz tolle Sache wird!“ Ebhausen sei „wie eine große Schwester“ für Mindersbach – sie freue sich nun auf die neue Ära und wünsche allen Beteiligten „viel Kraft und Zuversicht für die anstehenden Aufgaben“.

Die Gemeindemitglieder nahmen regen Anteil. Foto: Angela Baum

Auch Hans Barucha, stellvertretender Ebhauser Bürgermeister, freute sich auf die gute Zusammenarbeit mit der neuen Verbundkirchengemeinde. Die beiden Kirchengemeinden hätten mit ihrem Zusammenschluss einen bedeutenden Schritt in die Zukunft gewagt. Dieser sei „ein Zeichen der Gemeinschaft, der Verbundenheit und der Bereitschaft, gemeinsam neue Wege zu gehen.“ Ebhausens Gemeinderat und Bürgermeister Volker Schuler seien überzeugt, dass ein lebendiges, starkes und zukunftsfähiges Miteinander entstehe.

Mindersbachs Ortsvorsteherin Heiderose Rück sprach ein Grußwort. Foto: Angela Baum

Im Anschluss an den Festgottesdienst traf sich die Gemeinde noch zu einem gemeinsamen Mittagessen im Gemeindehaus.