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Frühstück, Austausch und klare Haltung: In Schramberg ist das BNI-Chapter „Morpheus“ gestartet – mit bereits 30 Mitgliedern aus verschiedensten Branchen.

„Wer gibt, gewinnt“ lautet einer der Kernwerte des Unternehmernetzwerks Business Network International (BNI). Dieses Vorgehen sei ganz nach seinem Geschmack, verrät Hans-Jochem Steim bei der Gründungsfeier der Ortsgruppe in Gut Berneck. Und der Hausherr formuliert es für sich so: „Gib, gib, gib – und du bekommst alles zurück. Du weißt nur nicht, wo und wann.“

 
Im Netzwerk gilt das Motto „Wer gibt, gewinnt!“ Foto: Rainer Langenbacher/48GradNord PhotoGraphics

Knapp 100 Gäste sind an diesem Morgen gekommen, um das Netzwerk für professionelles Empfehlungsmarketing in Schramberg zu verankern. Innerhalb weniger Wochen ist das BNI-Chapter (so werden die Ortsgruppen genannt) mit dem Namen „Morpheus“ auf 30 Mitglieder angewachsen. Die Bandbreite reicht vom Physiotherapeuten, über die Friseurin, den Gärtner, den Fliesenleger, den Bauingenieur, den Makler, die Personaldienstleisterin, den Partykoch, den Gutachter, den Architekten und den Steuerberater bis hin zur Direktvermarkterin.

Gastgeber der Gründungsversammlung ist Hans-Jochem Steim (2. von links). Foto: Rainer Langenbacher/48GradNord PhotoGraphics

Eines der Merkmale von BNI sind die wöchentlichen Treffen, die in ein Frühstück eingebettet sind. Deshalb klingelte an diesem Morgen für manche der geladenen Gäste der Wecker zur ungewohnt frühen Stunde.

„Jedes Gewerk gibt es bei uns nur einmal“, erläutert Daniel Moosmann, der Chapterdirektor. Er führt gemeinsam mit Daniel Groß (Mitgliederkoordinator) und Thomas Moosmann (Schatzmeister) ein Jahr lang das örtliche Unternehmerteam – danach wird gewechselt.

„Geniales Clubheim“

„Hinter jedem starken Netzwerk steht auch ein starkes Team“, sagt Daniel Groß und eröffnet die Vorstellungsrunde, in der jedes Mitglied seine Dienstleistung kurz präsentieren kann. Dies ist besonders für die Gäste interessant, die teilweise aus Rottweil, Villingen-Schwenningen, Freudenstadt und Konstanz angereist sind – zeigt es doch einmal mehr, wie vielseitig das regionale Unternehmertum ist – und kreativ. Ein Teilnehmer fordert die Runde sogar zum Perspektivenwechsel auf: Er breitet kurzerhand ein Handtuch aus und stellt sich auf den Kopf.

Mitglieder stellen ihre Dienstleistung vor. Foto: Rainer Langenbacher/48GradNord PhotoGraphics

Auch in der Politik brauche es Netzwerke, führt Stefan Teufel (MdL, CDU) aus. Er gratuliert dem BNI zu der großen Resonanz seitens der regionalen Unternehmer und – mit einem Augenzwinkern – zum „genialen Clubheim“. Abseits der Bühne gesteht er: „Zum Frühstück werde ich nicht oft eingeladen – ein Abendessen ist aber auch nicht schlecht.“ Auf die Vernetzungsmöglichkeiten innerhalb der Stadt, wie beispielsweise das „Schramberger Unternehmer-Vesper“, macht Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr aufmerksam und lädt die Unternehmer ein, auch diese Angebote zu nutzen.

Lauterbachs Bürgermeister Jürgen Leichtle ergreift die Gelegenheit und weist nicht nur auf die „tolle Natur“ im Nachbarort hin, sondern auch auf „tolle Gewerberäume“, die in der Gemeinde leerstehen würden.

Die regionalen Unternehmer wollen sich regelmäßig treffen, Empfehlungen austauschen und Geschäftskontakte aufbauen. Foto: Rainer Langenbacher/48GradNord PhotoGraphics

Christian Gieger von der BNI-Region Konstanz geht zum Abschluss der Gründungsfeier nochmals auf die lokale Bedeutung des Netzwerks und auf das wertorientierte Handeln ein: „Wir führen quasi die Handschlag-Mentalität wieder ein.“