Der Mobilfunkmast in Weilheim steht, muss aber noch mit Strom versorgt werden. Die Arbeiten der Netze BW hierzu laufen. Foto: Roth

Zwei Weilheimer Großprojekte biegen auf die Zielgerade ein. Sowohl der Mobilfunk- als auch der Glasfaserausbau sollen in den kommenden Wochen abgeschlossen werden.

Flächendeckender Mobilfunkempfang und schnelles Internet sind im Hechinger Stadtteil Weilheim langgehegte Wünsche. Voraussichtlich in etwa drei Monaten werden beide in Erfüllung gehen. Dann soll sowohl der Mobilfunkmast auf dem Bleichberg an das Stromnetz angeschlossen als auch das Glasfasernetz aktiv sein. Das teilt Ortsvorsteher Gerd Eberwein im Gespräch mit unserer Redaktion mit.

 

Für den Glasfaserausbau sollen kommende Woche die Hausanschlüsse freigeschaltet und die Router nach und nach an die Haushalte verteilt werden. Anschließend kommt der Techniker vorbei und setzt den zugehörigen Konverter, welcher mit der Fritzbox verbunden werden muss.

Glasfasernetz ist einsatzbereit

Das Glasfasernetz ist grundsätzlich einsatzbereit, die „anstrengende Zeit des Bauens“ ist vorbei, wie Eberwein berichtet. Leerrohre und Glasfaserleitungen wurden von der der NetCom BW bereits vor einiger Zeit unter die Erde gebracht, alle beauftragten Anschlüsse sind fertiggestellt. „Die Bauarbeiten sind sehr gut verlaufen“, hebt der Weilheimer Ortsvorsteher hervor. Die Baufirma habe sauber gearbeitet, die Zusammenarbeit mit der Stadt verlief reibungslos. Dass die Maßnahme doch länger dauerte als geplant, habe mit dem Bauuntergrund zu tun gehabt.

84 Prozent der Hauhalte haben sich im Zuge des Glasfaserausbaus kostenlos einen Anschluss installieren lassen. Haushalte, die sich im Nachgang an das Glasfasernetz anschließen wollen, können dies tun, müssen aber dafür bezahlen.

Seit Ende Juli steht zudem der Mobilfunkmast auf dem Bleichberg. Er sendet allerdings nicht. Warum das? Das Problem: Der Mast ist ohne Stromanschluss. Wie Eberwein erläutert, sei ein formales Versäumnis der zuständigen American Tower Corporation die Ursache hierfür. So sei zwar der Mast gebaut, aber kein Stromanschluss verlegt worden.

Funkloch im Weilheimer Unterdorf

Eberwein selbst wurde Anfang August auf die Panne aufmerksam und suchte den Kontakt zu Stadtwerke-Chef Markus Friesenbichler. Die Stadtwerke und die Netze BW hätten sich um eine rasche Lösung des Problems gekümmert. Doch: Wegen der Sommerferien sind die Arbeiten für den Stromanschluss erst am 15. September gestartet. Derzeit werden die Leerrohre und Kabel von der NetzeBW in der Bleichbergstraße verlegt.

Die Arbeiten der Netze BW in der Bleichbergstraße laufen. Foto: Roth

Wie geht es nun weiter? Sobald der Stromzähler der Netze BW installiert ist, kommt die Betreiberfirma Telefónica zum Zug. Diese und die weiteren interessierten Mobilfunkanbieter montieren anschließend ihre Sendeanlagen, ehe der Mobilfunkmast in Betrieb geht. Ortsvorsteher Eberwein hofft, dass die restlichen Arbeiten in den nächsten drei Monaten abgeschlossen werden können.

Besonders prekär ist die Mobilfunkversorgung im Weilheimer Unterdorf. Dort sind Haushalte ohne Festnetzanschluss telefonisch nicht zu erreichen. Eberwein ist zuversichtlich, dass alle Bereiche Weilheims vom Mobilfunkmast abgedeckt werden. Telefónica habe deshalb vor Baubeginn extra Voruntersuchungen angestellt.

Eberwein ist froh, zeitnah die beiden Großprojekte abschließen zu können. „Was Mobilfunk und Glasfaserausbau angeht, stehen im Vergleich zu den anderen Stadtteilen dann gut da.“