Beim Weitinger Hallenprojekt geht es sichtbar voran. Hauptsächlich im Innern sind weiterhin die freiwilligen Helfer der Vereine beim Rückbau im Einsatz. Foto: Nesch

Beim Weitinger Hallenprojekt geht es nach der oster- und baustellenbedingten Zwangspause mit den Arbeiten der Vereine und auch der Baufirmen weiter voran. An das "Bürgerstüble" erinnert nicht mehr viel.

Eutingen-Weitingen - Man sah lange nur Bauzäune, Baumaschinen und etliche große Container rund um die Sporthalle, auch der Baukran reckt sich schon lange in den Frühlingshimmel und verweist auf die große Baustelle.

Seit ein paar Tagen wachsen nach den Fundamentierungsarbeiten unter anderem auch schon die ersten Wände für den Feuerwehranbau und die Stützpfeiler für den Überbau und die Erweiterung auf der Nordseite in die Höhe.

Rohbau für die künftigen Toiletten der Schützenräume errichtet

Auf der Westseite ist inzwischen der Rohbau für die künftigen Toiletten der Schützenräume errichtet. An den vergangenen Wochenenden und auch unter der Woche wurden die Rückbauarbeiten durch die Vereine nach kurzer Pause fortgesetzt und durch freiwillige Helfer in coronabedingten Kleingruppen tatkräftig Hand angelegt, vor allem im Erdgeschoss im Bereich des einstigen "Bürgerstübles" und seiner Nebenräume.

Ein Teil des Estrichs mit den Bodenfliesen wurde entfernt, die Heizung unter den Fensterbrüstungen auf der Nordseite ausgebaut sowie Zwischenwände und die Nordwand zum Teil herausgebrochen. Davor entsteht im westlichen Teil ein Flur zwischen den Feuerwehrräumen und den beiden Garagen für die Löschfahrzeuge. Auf der östlichen Hälfte erhält der Bereich des früheren Eingangs eine Überdachung.

Darüber wird die Halle auf der Nordseite für Lagerräume und eine Bar erweitert. Hierzu sind die entsprechenden Vorarbeiten schon erledigt, sodass am Donnerstag kurzfristig die Blechverkleidung unter der großen Glasfront abgenommen und die Wärmedämmung entfernt werden konnte.

Zeit des "Bürgerstübles" ist endgültig vorbei

Dies geschah relativ kurzfristig, erklärt Fabrice Schmitt, der als Bindeglied zwischen Gemeinde und der Vereinsgemeinschaft die Eigenleistungen der Vereine koordiniert. Es sei manchmal schwierig, alle Tätigkeiten exakt vorauszuplanen. Manchmal erhalte er relativ kurzfristig eine Information durch die Baufirmen und dann müsse man die Gelegenheit nutzen und auf die Schnelle eine Gruppe organisieren.

Doch es müsste auch sonst das eine oder andere Mal umdisponiert und eine geplante Arbeit vertagt werden, wie eben der weitere Estrichabbau, weil gerade der geeignete Platz zur Abstellung eines Schuttcontainers verstellt sei. Das sei nicht weniger schlimm, weil es beim Rückbau im Innenbereich immer genügend zu tun gäbe.

Dass die Zeit des "Bürgerstübles" endgültig vorbei ist, zeigt auch die endgültige Entfernung des Wirtshausschildes der einstigen gemeindeeigenen Gaststätte vor einer Woche. Ein kleines historisches Ereignis, wenn auch das Lokal schon seit Anfang 2014 nicht mehr verpachtet wurde, zuletzt, weil kein Pächter mehr gefunden werden konnte und für einen solchen aufgrund des bevorstehenden Umbaus die Perspektiven eh zeitlich begrenzt waren. Nun ist das "Stüble" wieder offen, hat aber nicht mehr geöffnet.

Was in nächster Zeit ansteht, ist laut Fabrice Schmitt, neben den genannten Arbeiten, die restliche Entfernung der Kupferverkleidung des Anbaus auf der Ost- und Westseite sowie danach auch die komplette Wandverkleidung. Wenn dann alle Gerüste gestellt sind und auf dem Anbau ein Geländer montiert ist, können das Abräumen des Kieses auf dem Dach und die komplette Abdeckung darunter beginnen. Und noch einiges mehr. Erst danach kann der komplette Rückbau des Anbaus in Angriff genommen werden.

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