Der erste Bauabschnitt für die Schillerstraße würde an der Stauseestraße beginnen und bis zur Eisenbahnstraße gehen. Foto: Visel

Für den Ausbau der Schillerstraße hat das Ingenieurbüro Weisser/Kernl Kosten von rund zwei Millionen Euro ermittelt. Die Baumaßnahme könnte in drei Abschnitte aufgeteilt werden. Der Gemeinderat hat die vorgeschlagene Vorgehensweise in der Sitzung am Mittwoch grundsätzlich gebilligt.

Schömberg - Die Stadtverwaltung hatte empfohlen, die vom Büro vorgeschlagene Vorgehensweise nebst dem Aufbau der Breitbandinfrastruktur zu billigen und betont, dass die Schillerstraße in verschiedensten Bereichen dringend sanierungsbedürftig sei. Daher habe die Verwaltung das Büro damit beauftragt, die Kosten für eine Sanierung in den Bereichen Straßenbau, Kanal und Wasserleitung zu ermitteln.

Ferner sei es im Rahmen der Anbindung der Grundschule sowie der Werkreal- und Realschule erforderlich, die Breitbandanbindung in diesem Bereich zu schaffen. Diese werde mit 90 Prozent gefördert, ein entsprechenden Bewilligungsbescheid liege vor.

Breitband ein Thema

Die Schaffung der Breitbandversorgung unter optimaler Ausnutzung der Fördermittel diktiere ein Stück weit auch das Vorgehen bei der Sanierung von Straßen. Nachdem an der Grundschule Schörzingen die Fronbergstraße und der Gemmiweg saniert wurden beziehungsweise werden und eine Verbindung zum künftigen Backbone-Netz möglich ist, plane die Verwaltung nun die Sanierung der Schillerstraße, um neben den Sanierungsarbeiten auch die Anbindung an die Backbone-Infrastruktur schaffen zu können mit durchgehender Verbindung zu den Schulen.

Maßnahme 2022 nicht fertig

Martin Weisser stellte die Baumaßnahme und die vorgeschlagene Abschnittsbildung vor. Er betonte, dass selbst bei einer Ausschreibung im zeitigen Frühjahr die Maßnahme im kommenden Jahr kaum zum Abschluss kommen dürfte. Das Büro spricht sich für die drei Abschnitte "Stauseestraße bis Ausbau Eisenbahnstraße", "Ausbauende Eisenbahnstraße bis Gebäude 29 (Verwaltungsverband)" sowie "Gebäude 29 bis Ende Buswendeschleife" aus. Da es bisher noch keine weiteren Planungen gebe, sei die Kostenschätzung auf Grundlage des bestehenden Ausbaus erstellt worden. Nicht enthalten darin seien erhöhte Entsorgungskosten für möglicherweise belastetes Aushubmaterials.

Straßenbau kostet 1,15 Millionen Euro

Für den Straßenbau werden Gesamtkosten von 1,15 Millionen Euro angegeben; für die Straßenbeleuchtung 51 000 Euro, fürs Datenkabel 36 000 Euro, für die Kanalisation 125 000 Euro und für die Wasserversorgung 179 000 Euro. Zu diesen erwarteten Baukosten müssten noch 17 bis 20 Prozent Nebenkosten hinzu gerechnet werden.

Um das Ganze so günstig und praktikabel zu gestalten, schlug Weisser vor, die Breitband-Leerrohre bis zur Schule unabhängig vom weiteren Ausbau der Schillerstraße im Gehweg auf der Seite des GVV-Gebäudes zu verlegen. Bürgermeister Sprenger betonte, die Schule habe Bedarf füs Breitband angemeldet und die Stadt müsse die Zuschusssituation ausnutzen. Stadtrat Daniel Saffrin hingegen verwies auf eventuell bereits vorhandene Breitbandanschlüsse der Schule von anderen Anbietern und wollte zuvor geklärt wissen, ob das Schulzentrum bereits über einen genügenden Netzanschluss verfüge.