Im Schwedenbau stellen Stadt und Planungsbüro den Ablauf bis Sommer 2026 vor. Manche Bürger fürchten, abgeschnitten zu werden.
Komme ich überhaupt zu meiner Wohnung? Können Kunden irgendwo in der Nähe parken? Ist die Zugänglichkeit für Anlieferverkehre gewährleistet? Wie soll der Müll entsorgt werden? Und wie lange werden die Beeinträchtigungen überhaupt dauern?
Aufteilung soll helfen
Fragen gibt es viele, als es im Vortragssaal oben im Schwedenbau um den Zeitplan für die Sanierung und Umgestaltung des Talplatzes geht. Und es gibt auch viele Antworten, die im Kern vier Aspekte herausarbeiten: Die Bauarbeiten sind in eine Vielzahl Abschnitte untergliedert, so dass kleinräumige Belastungen möglichst kurz gehalten werden können.
Zugänglichkeit gewährleistet
Die Zugänglichkeit zu den Liegenschaften ist gewährleistet – die Zufahrbarkeit dagegen kann nicht durchgängig versprochen werden. Bei Problemen oder größeren Vorhaben soll Kommunikation vor Ort pragmatische Lösungen liefern. Und: Man geht davon aus, dass es Überraschungen geben wird. Was eigentlich immer so ist, wenn man irgendwo in einen lange besiedelten und überbauten Grund eingreift.
Sulzbachstraße ist ein Flaschenhals
Bei der Sulzbachstraße, das ist der neuralgische Punkt, für den es keine Premiumlösung geben kann, geschieht das mit Ansage. Der Zustand der Stützmauern wird entscheiden, wie lange die Arbeiten zur Öffnung des Sulzbachs und der Sicherung in Anspruch nehmen. Manches sieht solide aus, anderes romantisch, einiges aber einfach nur rott. Und selbst wenn man die Baustelle in Tagwerken umzieht, wird es Behinderungen, gar Schließungen geben. Das Ganze wiederholt sich beim Kanalbau und dann noch einmal beim Pflastern.
Zur Informationsveranstaltung angetreten sind Axel Berger vom Planungsbüro Breinlinger, der die Überlegungen und angepeilten Bauzeiten im Detail vorstellt, Michael Heinzelmann vom ausführenden Bauunternehmen, Romy Bloß, Amtsleiterin des Tiefbauamts, Thomas Jäger vom Tiefbauamt und Jens Hartmann vom Ordnungsamt. Bürgermeister Matthias Winter begrüßte doch einige Anwohner, die zum Infotermin gekommen waren, um auch ihre Befürchtungen vorzutragen. Und die sind eben Erreichbarkeit und Zugänglichkeit.
Die Arbeiten werden übrigens Anfang Juli beginnen – und zunächst Färbergasse und Färberplatz betreffen. Dann wird der Kanal entlang der Talstraße neu gemacht, schließlich gilt es eine Stützstruktur zu erneuern. Der Talplatz selbst ist während dieser Arbeiten gar nicht tangiert. Und schließlich wird noch der Kanal im Schweizermühlengässle erneuert. Das ist das Programm für das laufende Jahr.
Der Schotterparkplatz auf dem ehemaligen Brauereigelände soll übrigens während er ganzen Baumaßnahme über die komplette aktuelle Fläche als solcher erhalten bleiben. Was wichtig wird, wenn es dann wirklich an den Talplatz geht.