Der Freiburger Hauptbahnhof wird auch im nördlichen Teil barrierefrei. Die Deutsche Bahn baut fünf neue Aufzüge und erhöht die Bahnsteige 4 bis 8 auf die Einstiegshöhe der Züge. Die Bauarbeiten sollen im Oktober 2026 beginnen.
Rund 16,7 Millionen Euro werden in die Barrierefreiheit am Freiburger Hauptbahnhof investiert. Die Stadt spricht von einem Meilenstein für den barrierefreien Umbau des Freiburger Hauptbahnhofs. Die Deutsche Bahn wird in den kommenden Jahren zahlreiche Verbesserungen umsetzen. Nach jahrelanger Planung sind Realisierung, Zeitrahmen und Finanzierung nun vertraglich festgelegt.
Die Stadt Freiburg, das Land Baden-Württemberg, der Zweckverband Regio-Nahverkehr Freiburg (ZRF) und die Deutsche Bahn (DB) teilen sich die Kosten des Projekts. Der städtische Anteil liegt pauschal bei 1,1 Millionen Euro. Das ist deutlich weniger als die in früheren Schätzungen angenommen zwei Millionen Euro. Zudem hat die DB sich bereiterklärt, mögliche Kostensteigerungen zu übernehmen, heißt es vonseiten der Stadt. Damit sind endgültig die Weichen für die Umsetzung des lang ersehnten Projekts gestellt. Vertraglich vereinbarter Baubeginn wird im Oktober 2026 sein.
Unterführung wird bis in den Stühlinger verlängert
„Am Freiburger Hauptbahnhof tut sich viel in Sachen Barrierefreiheit. Das ist gut so, aber leider auch notwendig. Denn wir alle erfüllen unsere eigenen Ansprüche und auch die berechtigten Erwartungen der Menschen noch nicht“, sagt Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn (parteilos). Die Stadt habe vorgelegt und alle Aufzüge und Rolltreppen an der Stadtbahnbrücke erneuert. Das Paket, das die Bahn nun angehe, könne sich sehen lassen. „So wird aus dem Freiburger Hauptbahnhof ein moderner und zeitgemäßer Verkehrsknotenpunkt mit Aufzügen an beiden Enden. Gute Mobilität geht nur barrierefrei“, so Oberbürgermeister Martin Horn.
Die Vereinbarungen mit der Deutschen Bahn sehen vor, dass fünf neue Aufzüge gebaut werden. Vier werden zu den Gleisen 1, 2/3, 4/5 und 6/7 errichtet. Außerdem wird die nördliche Unterführung verlängert. Sie wird dann von Gleis 1 bis in den Stadtteil Stühlinger führen. Dort wird außerdem ein weiterer Aufzug eingebaut, der die Unterführung mit Gleis 8 verbindet. Damit werden alle Gleise in Zukunft auch über die nördliche Unterführung mit Aufzug erreichbar sein.
„Eine barrierefreie Breisgau-S-Bahn braucht auch einen barrierefreien Freiburger Hauptbahnhof! Wir haben in den vergangenen Jahren sehr viel in den Ausbau der Haltestellen in der Region an den Strecken nach Breisach, Endingen, Elzach und Villingen investiert. Ich bin sehr froh, dass nun auch der Freiburger Hauptbahnhof als fahrgaststärkster Knotenpunkt an der Reihe ist“, sagt Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne). Dafür werden die Bahnsteige an den Gleisen 5 bis 8 auf die Einstiegshöhe der Züge angehoben. Das Ein- und Aussteigen in die dort fahrenden S-Bahnen funktioniert dann stufenlos.
Auch die Dächer am Bahnsteig werden erneuert
Eine große Maßnahme zur Modernisierung und für mehr Komfort des Bahnhofs wird auch der Neubau der Bahnsteigdächer sein.
„Wir werden den Freiburger Hauptbahnhof zu einem modernen Verkehrsknotenpunkt entwickeln, der den Ansprüchen aller Fahrgäste gerecht wird. Die Unterzeichnung der Realisierungs- und Finanzierungsverträge ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu mehr Barrierefreiheit. Mit unseren Investitionen gehen wir konkret Projekte an, die sowohl den Komfort als auch die Mobilität aller Reisenden erheblich verbessern werden.“, erklärt Clarissa Freundorfer, Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn AG.