Ein Blickfang auf dem Messestand ist der Hörl-Rottweiler. Rainer Pohler und Laura Williams stehen hier am vorletzten Tag für die Fragen der Besucher bereit. Das Interesse an Kurzreisen ist groß – und die Fasnet zieht. Foto: Otto

Ein imposanter Rottweiler wies den Besuchern den Weg: Der Landkreis hat auf der CMT mit seiner großen Vielfalt gepunktet und erweist sich zunehmend als beliebtes Ziel für Kurzreisen.

Kreis Rottweil - Neun anstrengende, aber auch bereichernde Messetage auf der CMT liegen hinter dem Team des Landkreises Rottweil. Zeit, um Bilanz zu ziehen: Radfahren, Wandern und Kurzurlaub sind die drei wichtigsten Trends, wenn es um den Tourismus in der hiesigen Region geht.

Zum zwölften Mal hat sich der Landkreis Rottweil auf der weltgrößten Reisemesse CMT in Stuttgart präsentiert. Den Standplatz hatte sich der Kreis im gewachsenen partnerschaftlichen Verbund mit Bad Dürrheim, Königsfeld und Blumberg geteilt.

Verstärktes Interesse an Kurzreisen und Tagesausflügen

Das verbindende Element zwischen den vier Messeständen aus der Region war ein Barfußparcours, der vor allem die kleinen Messebesucher begeisterte. Und während die Kinder über Kieselsteine und Kiefernzapfen balancierten, kam die Tourismusbeauftragte des Landkreises, Irmgard Schumacher, mit den wartenden Eltern ins Gespräch. "Corona hat das Reiseverhalten verändert, viele Menschen haben, neben dem Jahresurlaub, jetzt verstärkt Interesse an Kurzreisen oder Tagesausflügen, oft in Verbindung mit gesunder Bewegung". Und genau dieses Bedürfnis können Region und Landkreis gut abdecken.

Fasnet und Testturm ziehen

Das zeigen auch die konkreten Anfragen, die dem Messeteam – zusammengesetzt aus Mitarbeitern des Landkreises sowie der Städte und Gemeinden im Kreis – gestellt wurden.

Auch unsere Redaktion hat dem heimischen Landkreis auf der CMT natürlich einen Besuch abgestattet. Trotz Messegewusels stach er nicht zuletzt dank des imposanten Rottweilers, der den Stand bewachte, sofort ins Auge. Die freundlichen Vertreter aus dem Landkreis – an diesem Tag Rainer Pohler vom Landratsamt und Laura Williams von der Stadt Rottweil – berichteten im Gespräch von besonders vielen Nachfragen zur Fasnet. Auch der Testturm sei bei Besuchern aus Nah und Fern ein großes Thema. Viele Besucher seien an Kurzreisen interessiert.

Landrat Wolf-Rüdiger Michel, der sich für einen Tag zur Standbesetzung gesellt hatte, begrüßt das große Interesse: "Der Landkreis Rottweil ist sowohl kulturell als auch landschaftlich sehenswert, und ich freue mich, wenn wir zunehmend als reizvolles Reiseziel wahrgenommen werden!"

Tourismus ein wachsender Standortfaktor

Ebenfalls mit auf der Messe dabei war der Rottweiler Landtagsabgeordnete Stefan Teufel, der bekräftigt: "Tourismus ist auch in unserer Region ein wichtiger und wachsender Standortfaktor!"

Dass der Landkreis seine beiden Broschüren zum Rad- und Wanderparadies für die Messe in kompakter Form neu aufgelegt hat, sei übrigens die richtige Entscheidung gewesen, so das Fazit: Am ersten Messewochenende lief parallel die Sondermesse "Wandern, Radfahren und Outdoor", die zu einem riesigen Ansturm am Messestand führte. Die Flyer waren nach zwei Tagen vergriffen, so dass Nachschub geholt werden musste.

Vereine am Stand sind das Highlight

"Insgesamt lässt sich sagen, dass die Wertschätzung für die Angebote in der eigenen Raumschaft deutlich angestiegen ist", zieht Irmgard Schumacher Bilanz. Als Highlight am Messestand entpuppte sich der Besuch des Geschichts- und Kulturvereins Herrenzimmern und des Heimatpflegevereins Bösingen. Deren Vertreter warteten mit Herrenzimmerner Sonnenbier und Bösinger Speck auf – was zahlreiche Besucher an den Stand lockte.

Wer dann schon mal dort war, mit dem kam das Messeteam locker ins Gespräch und beantwortete Fragen rund um den Rottweiler, die Fasnet – auch laut Irmgard Schumacher immer ein guter Türöffner für Gespräche auf der CMT – den Testturm und die geplante Hängebrücke.

Die CMT in Stuttgart hat insgesamt sehr viele Interessierte angelockt: Die Macher der Reisemesse vermelden 265 000 Besucher und damit eine überdurchschnittlich hohe Resonanz. Der Rekord lag 2020 bei 300 000 Besuchern.