Keine Wand stehen gelassen wurde beim Umbau des neuen DRK-Standorts in den früheren Räumlichkeiten von Gerüstbau Heil.
Mit Riesenschritten geht das Bauvorhaben voran. Der Umzug aus Schramberg und die Eröffnung der Räumlichkeiten können schon bald vollzogen werden.
Entsprechend zufrieden ist Bürgermeister Michael Moosmann, der zugleich auch Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Schramberg ist. Diesem gehören alle Schramberger Stadtteile außer Tennenbronn, sowie Hardt und Eschbronn an.
Sämtliche alten Leitungen wurden entfernt und neue eingebaut. Zunächst, so Moosmann, habe man eine reine Gasheizung einbauen wollen. Allerdings hätte man dafür keine Förderung bekommen und entschied sich dann für eine Wärmepumpe. So ist mit einem Förderbetrag von etwa 20 000 Euro zu rechnen.
Bauleiter Gerhard Gaus
Hilfe erhielt das DRK unter anderem vom Motorradclub Hardt, dessen Mitglieder bei den Abrissarbeiten anpackten. Auch die Feuerwehren Hardt und Sulgen halfen mit. Die Gemeinde Hardt stellte Maschinen und Fahrzeuge bereit. Planer und Bauleiter war und ist Gerhard Gaus.
Nach der Fertigstellung werden fünf DRK-Fahrzeuge in den Räumlichkeiten untergebracht – beispielsweise Mannschaftstransportwagen, kleinere Lastwagen oder ein „fahrendes Lazarett“ mit reichlich Verbandsmaterial. Zudem gibt es einen Schulungs- und Aufenthaltsraum sowie sanitäre Räume. Auch in Sachen Katastrophenschutz ist das Gebäude nützlich. So könnten im Bedarfsfall theoretisch in der 200 Quadratmeter großen Halle etwa 100 Personen untergebracht werden. Im beheizten Gebäude könnten die Personen versorgt werden.
Auf der Zielgeraden
Im Augenblick, sagt Moosmann, sei alles sehr verstreut mit dem Standort beim Stadtarchiv Schramberg, wo derzeit die noch Fahrzeuge untergebracht sind. Die Geschäftsstelle im Grafenweg wurde indes bereits zu Jahresbeginn geräumt. Material ist derzeit bei der Feuerwehr Hardt und in Containern zwischengelagert.
„Langsam, aber sicher sind wir auf der Zielgeraden“, freut sich Moosmann über die Fortschritte der Arbeiten. Mittlerweile wurde die Küche Fliesen gefliest. Tapeten sowie Elektro- und Sanitäreinrichtungen fehlen ebenso noch wie die Fassade. Auch die Stützen im Inneren der Halle werden noch verkleidet.
Zudem wird noch ein Pächter für das Dach gesucht. Dieses kann vom DRK angemietet werden, um dort Photovoltaikanlagen zu nutzen. Interessenten können sich melden per E-Mail an michael.moosmann@drk-schramberg.de
Der gesamte Umbau war ein finanzieller Balanceakt. So kostet das DRK das Ganze rund 620 000 Euro. Davon kann lediglich die Förderung für die Heizung abgezogen werden. Das Geld kommt aus Einnahmen, die die Fahrer des DRK im Laufe von 70 Jahren bei Einsätzen erwirtschaftet haben. „Es muss hinhauen, danach sind wir blank“, sagt Moosmann, der hier aber guter Dinge ist. Finanzieren tut sich der DRK-Ortsverein ausschließlich über Spenden und Mitgliedsbeiträge.
Ein Standort statt zwei
„Dafür haben wir dann hoffentlich 50 Jahre Ruhe“, so der Vorsitzende. Zudem seien dann Fahrzeuge und Büro an einem statt wie bisher an zwei Standorten in Schramberg (Grafenweg und Stadtarchiv) konzentriert.
Eingeweiht werden soll der Umbau mit einem Fest im Sommer oder Herbst. Einen genauen Termin gebe es bislang noch nicht, erklärt Moosmann.
Und noch eine Überraschung hat der Bürgermeister parat: So sollen Hardter Vereine in der letzten Augustwoche in und bei den Räumlichkeiten Veranstaltungen anbieten – ähnlich dem Tennenbronner „Summerland“.