Sie sind Vize-Europameister (von links): Gian-Nevio Munzinger, Frank Munzinger und Dennis Rappenecker. Foto: Privat

Am Wochenende sahnten nicht nur die Radballerinnen ab. Auch die Pit-Pat-Cracks standen hauchdünn vor dem Europameister-Titel.

Gian-Nevio Munzinger als Neuling hatte einen schweren Stand in seiner Gruppe. Mit einem Sieg und zwei Unentschieden reichte es nicht fürs Weiterkommen.

 

Auch Dennis Rappenecker kam nicht weiter. Zu unkonstant waren seine Leistungen mit einigen Fehlern, die von den gegnerischen Spielern gnadenlos ausgenutzt wurden.

Besser machte es Frank Munzinger. Nach einer Verletzungspause fand der Routinier zu alter Stärke zurück und gewann alle Spiele in der Gruppe. Nach einem Sieg in der Doppel-K.O.-Phase spielte er eine schlechte Runde, die er verlor. Nach zwei Siegen und einer Niederlage belegte er am Ende den fünften Platz.

Am Tag darauf folgte laut Mitteilung das Mannschaftsturnier. Die Hardter Mannschaft ging mit Dennis Rappenecker sowie Frank und Gian-Munzinger an den Start. Man rechnete nicht damit, dass man weit kommen könnte.

Sieg gegen Österreich

Um so überraschender war der Sieg im ersten Spiel – vielleicht auch deshalb, weil Frank Munzinger die richtige Ballwahl verordnete. So spielte man auch gegen Österreich groß auf und siegte.

Dann ging es um den Titel des Europameisters. Wer glaubte, Hardt hätte gegen Steinlachtal 1 mit Einzeleuropameister Michi Schmid keine Chance, hatte sich getäuscht. Hardt hielt den Favoriten in Schach. Im letzten Drittel an der Bahn 14 versagten dem Favoriten die Nerven und man lag mit drei Punkten vorne. Der EM-Sieg war greifbar nahe. Auch an der Bahn 16 war man noch und der Schlussspieler aus Steinlachtal, Stefan Sulz, brauchte ein Ass. Sicher wehrte er den ersten Machtball ab. Was sich an den letzten zwei Bahnen abspielte, glich Drama und Krimi zugleich, den Agatha Christie nicht besser hätte schreiben können. Diesmal versagten Hardt die Nerven und man musste Bahn 17 und 18 abgeben.

Favorit bekommt Oberwasser

Ein Stechen war notwendig. Der Favorit bekam Oberwasser und beendete an Bahn 1 das Spiel mit drei Assen. Es ist so unsagbar bitter, das man die einmalige Chance verpasste den EM-Titel nach Hardt zu holen, hatte man doch den Favoriten eigentlich schon im Sack. Dennoch darf man den Vize-EM-Titel als Erfolg werten.