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Grosselfingen Wenn Kiesel zur Stolperfalle wird

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Kindergartenleiterin Annika Klaffschenkel und die Leiterin des Fördervereins (Abteilung Kindergarten), Jennifer Pflumm, setzen sich für die Erweiterung des katholischen Kindergartens St. Josef in Grosselfingen ein. Grafik/Foto: Hürster/Kauffmann Foto: Schwarzwälder Bote

Geht es nach dem Team des Kindergartens St. Josef, soll die Einrichtung vergrößert werden. Geplant sind eine Werkstatt und ein verbessertes Angebot für Kleinkinder. Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten dazu zusammengestellt.

Grosselfingen. In seiner Sitzung vom Dienstag dieser Woche hat Grosselfingens Gemeinderat die Verwaltung mit der Planung der Vorhaben und einer Berechnung der Kosten beauftragt. Das Projekt würde aus zwei Teilen bestehen: der Einrichtung eines Kleinkindbereichs und dem Bau eines Gartenhauses mit einer Werkstatt für Kinder.

Warum soll der Kleinkindbereich eingerichtet werden?

Weil der Kies des bestehenden Spielplatzes ungeeignet für Kleinkinder ist, die noch nicht oder gerade so laufen können. Sie stolpern, nehmen die Steinchen zuweilen in den Mund, stecken sie beim Spielen auch mal in Nase und Ohren. Weil die Kiesel schnell verschluckt sind, ist im Extremfall ärztliche Hilfe nötig. Viele Eltern machten sich zudem Sorgen um die Sicherheit ihrer Kinder. Deshalb ist die Erweiterung nötig.

Warum wechselt man den Kies nicht einfach aus?

Dies wäre deutlich aufwendiger. Es ist nämlich nicht nur so, dass der Kies ausgetauscht werden müsste. Die meiste Arbeit würde der Ausbau der Spielgeräte machen, die tief im Boden fundamentiert sind.

In welchem Umfang wird der Spielplatz erweitert?

Der neue, speziell auf Kleinkinder zugeschnittene Spielplatz soll auf der Wiese Richtung Senioren- und Pflegeheim entstehen. Der bisherige Bereich wird von einer altersgemischten Gruppe genutzt. Eingerichtet wurde der bestehende Spielplatz von der Gemeinde im Jahr 2012 für Kinder zwei bis drei Jahren. Seit Oktober 2013 nimmt der Kindergarten jedoch auch jüngere Kinder auf, für die der Spielplatz nicht unbedingt geeignet ist. Wie Kindergartenleiterin Annika Klaffschenkel auf Nachfrage sagt, halte der Trend, Kinder im Krabbelalter betreuen zu lassen, auch künftig an.

Gelten für Kindergärten besondere Bauvorschriften?

Ja. Formuliert werden diese in der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Schon im Voraus muss beispielsweise genau überlegt werden, welche Pflanzen angebaut werden. Wie Jennifer Pflumm, Vorsitzende des Fördervereins erklärt, könnten Pflanzen mit Stacheln (etwa Rosen) oder mit Beeren nicht am neuen Kleinkind-Spielplatz angepflanzt werden.

Weiteres Vorhaben des Kindergartens: der Bau eines Gartenhauses. Woher kommt die Idee dazu?

Diese ist bei einer Entrümpelungsaktion Ende 2018 entstanden, als die Erzieherinnen im Keller des Kindergartengebäudes eine Werkbank gefunden haben. Sie ist bislang ungenutzt. Deshalb ist die Idee entstanden, eine Werkstatt für Kinder zu errichten.

Warum wird die Werkbank nicht auf dem bestehenden Gelände aufgestellt?

Weil sie zu viel Platz einnehmen würde. Nur ein kleiner Teil der Wiese neben dem bestehenden Spielplatz wäre dann noch nutzbar. Außerdem soll um die Werkbank herum eine Gartenhütte als Werkstatt entstehen, sodass diese ganzjährig genutzt werden kann. Gedacht ist die Werkstatt mit vielen Fenstern für die älteren Kinder, die dort eigenständig ihren Ideen nachgehen können – mit Säge, Hammer, Schrauben und Schraubenzieher.

Wer finanziert die beiden Vorhaben und wie viel werden sie kosten?

Die Kosten für das Gartenhaus der Werkstatt stehen schon fest. Diese belaufen sich auf 6000 Euro. Der Förderverein hat davon bereits 5400 Euro mit verschiedensten Veranstaltungen und Aktionen eingesammelt. Auch der Erlös des Grosselfinger Sommermarkts wird für die Finanzierung der Werkstatt verwendet (siehe Info). Am Bau der Werkstatt beteiligen sich auch die Eltern der Kinder. Die Kosten für die Erweiterung des Spielplatzes stehen noch nicht fest. Fachberater werden diese im Auftrag der Gemeinde veranschlagt.

Wie sieht das weitere Vorgehen aus?

Im nächsten Schritt werden auf Beschluss des Gemeinderats die beiden Anträge des Kindergarten-Teams (Spielplatz-Erweiterung und Werkstatt) von einem Fachbüro auf ihre Machbarkeit geprüft. Dazu gehört auch der Ausblick auf die Kosten. Das Gelände befindet sich bereits im Besitz der Gemeinde. Vermutlich werden die beiden Vorhaben in den Haushalt 2020 aufgenommen.

Einen Sommermarkt veranstaltet der Förderberein der Hainburgschule und des Kindergartens. Das Fest findet am Montag, 15. Juli, um die Mittagszeit auf dem Marktplatz statt. Neben Grillgut (Rote: 2,50 Euro) kann man eine "Süße Tüte" (1,50 Euro) und Wassereis (1 Euro) kaufen. Auch kleine und große Glitzertattoos können sich die Knirpse machen lassen (1 bis 2 Euro). Der Erlös kommt auch dem Bau dem Kinder-Werkstatt zugute. Der Förderverein hofft deshalb auf große Resonanz.

Ihre Redaktion vor Ort Hechingen

Klaus Stopper

Fax: 07471 9874-21

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