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Grosselfingen Mund-Nasen-Masken im Labor getestet

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Vorteile der Community-Masken: Der Luftstrom bleibt näher am Körper und man fasst sich nicht mehr so oft ins Gesicht. Foto: Kauffmann

Grosselfingen - Christoph Nikolaus hat in einem Labor verschiedene Masken getestet. Der Medizintechniker aus Grosselfingen warnt, sich mit einfacher Mund-Nase-Bedeckung in falscher Sicherheit zu wiegen. Die besten Testergebnisse erzielte ein Produkt aus Hechingen.

Kondome, Spritzen, Hüftgelenke: All das sind Produkte, die Christoph Nikolaus testen könnte. Er kommt nämlich immer dann ins Spiel, wenn es darum geht, solche Dinge im Labor darauf zu untersuchen, ob sie den gesetzlich normierten Vorgaben entsprechen. Da lag es für den findigen 23-Jährigen Grosselfinger nahe, auch einmal Masken zu testen, die wegen des Coronavirus ja per Verordnung jeder tragen muss. Was taugen die verschiedenen Modelle?

Tests

Um diese Frage zu beantworten, hat er in einem Labor bei Markdorf (Kreis Ravensburg) die Masken vor einen Kompressor mit Flüssigkeitszerstäuber gespannt und einen Atemstrom simuliert. "Ich habe geschaut, was da noch durchkommt", sagt er nüchtern. Und ja, das sei kein standardisiertes Verfahren, in dem gesetzliche Vorgaben berücksichtigt werden. Aber: "Eine Maske, die schon in diesem Test schlecht abschneidet, wird im normierten noch schlechter sein." Mit rund 50 verschiedenen Masken und Materialien von verschiedenen Herstellern hat er diesen Test gemacht.

Mund-Nase-Masken

Sein Fazit über die einfachen Mund-Nase-Masken: "Im Hinblick auf ihre Schutzwirkung für Träger und Mitmenschen sind die Unterschiede zwischen den Community-Masken vernachlässigbar." Dies betreffe einfache Masken von Firmen, die professionell in großen Stückzahlen fertigen, und selbst genähte Mund-Nase-Bedeckungen.

Dennoch bieten solche Masken auch Vorteile: "Man fasst sich nicht mehr so oft ins Gesicht, und der Atem wird ausgebremst", erklärt er die Wirkung. Die Aerosole, in denen das Virus steckt, sind kleinste Tröpfchen, die den Stoff durchdringen: Die einfache Mund-Nase-Maske schützt daher nicht vor der Ansteckung. Nikolaus weiter: "Trotz Maske darf man sich da nicht täuschen lassen und sollte den Mindestabstand einhalten."  

Empfehlung

Nikolaus: "Meine Empfehlung geht klar zu einer Maske mit nachgewiesener Schutzwirkung." Die Maske, die in seinen Tests mit Abstand am besten abgeschnitten hat, ist die des Hechinger Herstellers Efix. "FFP-Masken schützen auch, haben aber den Nachteil, dass man sie nicht wieder aufbereiten kann."

Die Maske von Efix gibt es beim Fabrikverkauf in Hechingen für zwölf Euro pro Stück. Ein Vorteil dieser Schutzmaske sei, dass die Herstellung ohne Lieferketten auskommt. Nikolaus: "Speziell in Kliniken und Pflegeeinrichtungen wäre das zu Anfang der Coronakrise besonders wichtig gewesen. Die Verwendung von regional produzierten Masken verringert die Abhängigkeit von Lieferketten."

Verbraucher-Tipps

Wer eine Maske mit Schutzwirkung (für sich und für andere) kaufen will, sollte auf Masken mit den DIN-Nummern "DIN EN 14683" und "DIN EN 149" auf der Verpackung achten. Außerdem sollte die Maske einen Nasenbügel haben, denn wie die Maske im Gesicht sitzt, sei für die Schutzwirkung zentral.

Nikolaus warnt: "Bei FFP-Masken muss man aufpassen. Da sind im Moment viele auf dem Markt, die in der Europäischen Union nicht zugelassen sind." Außerdem seien diese Fälschungen weder für Laien noch für Experten so einfach zu erkennen. Um Fälschung von Original zu unterscheiden, wären Tests im Labor notwendig.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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