Thomas Haug (Dritter von rechts) organisiert die Typisierungsaktion für Inge Haug. Der ganze Ort hilft dabei mit. Foto: Wolf Foto: Schwarzwälder-Bote

Vereine im Ort organisieren Typisierungsaktion / Thomas Haug koordiniert Hilfe

Grosselfingen. Einsatz für eine Mitbürgerin in Not: Unter Leitung von Thomas Haug organisieren Grosselfinger Institutionen und Vereine eine Knochenmark-Typisierungsaktion. Ein Funken Hoffnung für Inge Haug, die schwer an Leukämie erkrankt ist (wir berichteten).

Der Termin für die Typisierungsaktion steht schon fest: Samstag, 8. September, von 13 bis 18 Uhr in der Turnhalle der Hainburgschule. Mitmachen kann grundsätzlich jeder zwischen 18 und 55 Jahren, der in guter gesundheitlicher Verfassung ist.

Ansprechpartner ist Thomas Haug, der mit Inge Haug nicht verwandt ist. Thomas Haug ist Grosselfinger Gemeinderat und Vorsitzender des örtlichen Musikvereins. Seiner eigenen Mutter konnte vor Jahren durch eine Knochenmarkspende geholfen werden. "Da habe ich mich entschlossen, hier aktiv zu werden", erklärt er. Eigentlich wollte er nur helfen und Flyer für die Aktion auszuteilen, aber wie das so ist, "jetzt ist die Organisation halt bei mir nagschnappt", erzählt er.

Aber Haug wusste auch: Wenn einer so etwas "anstupft", braucht er in einem Ort wie Grosselfingen nicht lange auf Unterstützung zu warten. Nach seinem Aufruf per Mail und Facebook kamen auf Anhieb etwa zwölf Leute zusammen", berichtet er. Feuerwehr, DRK, Gemeindeverwaltung, Kirchengemeinde, andere Vereine – das komplette soziale Netzwerk des Dorfs ist aktiviert. Viele haben sich zur ehrenamtlichen Mithilfe bereit erklärt. Das Schicksal der 52-jährigen Grosselfinger Krankenschwester bewegt alle im Ort.

Zwei Ziele verfolgt die Aktion: Am Samstag, 8. September, sollen möglichst viele in die Halle kommen um sich dort von Fachleuten eine Blutprobe abnehmen zu lassen. Das Blut wird anschließend in einem Fachlabor genau analysiert, die Ergebnisse in eine weltweite Stammzellen-Datei eingegeben. Nur so kann eine Person gefunden werden, deren Gewebemerkmale möglichst genau mit denen eines Erkrankten übereinstimmt. Je mehr Menschen in der Datei aufgeführt sind, desto höher ist die Chance für einen Treffer.

Gleichzeitig werden auch Geld-Spenden für die DKMS gesammelt, die in Deutschland die Knochenmarkspenderdatei betreut. Die Regis­trierung und Typisierung eines Spenders kostet die gemeinnützige Gesellschaft DKMS 50 Euro. Das kann nur über Geldspenden finanziert werden. Deshalb sammeln die Grosselfinger Helfer Spenden. Es wurde folgendes Spendenkonto eingerichtet: Kontonummer 1 34 02 53 84, Sparkasse Zollernalb, Bankleitzahl 653 512 60

u Wer weitere Fragen zu der Aktion hat, kann diese per E-Mail an die Adresse dkms-aktion-grosselfingen@gmx.de stellen.