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Grosselfingen Dieringer ist neuer Bürgermeister

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Bürgermeister Franz Josef Möller (rechts) gratuliert seinem Amtsnachfolger Friedbert Dieringer und seiner Frau Anne. Foto: Kauffmann

Grosselfingen - Friedbert Dieringer wird neuer Bürgermeister von Grosselfingen. Bei der Wahl am Sonntag holte er mit 825 Stimmen – das entspricht 75,1 Prozent – den Wahlsieg.

Grosselfingen. Kurz bevor das Wahllokal geschlossen hat, blickt seelenruhig Noch-Bürgermeister über die Besucherreihen, die in der Turnhalle die Auszählung mitverfolgen. Darauf angesprochen, ob er zufrieden auf seine 24 Jahre als Verwaltungschef zurückblickt, antwortet er verschmitzt: "Ich habe noch drei Monate." Und er hat ja Recht: Bis zum 31. Oktober bleibt er im Amt, danach tritt Friedbert Dieringer seine Nachfolge an. Die Uhr bannt die Aufmerksamkeit: "Wir haben 18 Uhr. Das Wahllokal wird für die Stimmabgabe geschlossen", ruft Möller. Das Zählen beginnt. Die Bürgermeister-Kandidaten stehen am anderen Ende der Halle. Aufgeregt? Armin Pioch nickt. Dieringer sagt: "Anspannung für alle." Martin Hall lachend: "Schön wäre, wenn es eine Nachwahl gibt." Sogar Horst Ernst Raichle hat sich inzwischen eingefunden, um bei der Verkündung des Wahlergebnisses dabei zu sein: "Ich spiele nicht mit, ich warte auf den zweiten Wahlgang." Dann wolle er richtig Wahlkampf machen.

Keine neuerliche Wahl nötig

Die Gelegenheit dazu hat er, wie das Wahlergebnis am Sonntagabend gezeigt hat, nicht mehr. Friedbert Dieringer hat so klar gesiegt, dass er deutlich mehr als die Hälfte der abgegebenen Stimmen erhalten hat. Damit ist auch keine neuerliche Wahl nötig. Als Franz Josef Möller Dieringers Ergebnis vor der Halle ausruft, erschallen Jubelrufe und Applaus von den Zuschauern. Er hat ihm gratuliert und scherzhaft angemerkt: Erst sei er, der Gastwirt, in Grosselfingen Bürgermeister geworden, und nun trete der Enkel eines Gastwirtes seine Nachfolge an. Lachen tönt aus den Reihen der Besucher.

Dieringer dankt während seiner Ansprache für den "Vertrauensvorschuss", das Ergebnis sei "überwältigend" und es habe gezeigt: "Grosselfinger wählen einen Grosselfinger." Dieringer weiter: "Mit Respekt blicke ich auf die neue Aufgabe." Er werde alles tun, was in seiner Macht stehe, um diese Herausforderung zu bewältigen. Danach spielt die Lumpenkapelle auf. Seiner Frau Anne und den beiden Kindern steht die Freude ins Gesicht geschrieben. Dieringer zu den Musikern: "Ich bin noch ganz sprachlos."

Mit dem Wahlergebnis bei der Bürgermeisterwahl hat die Fraktion Bürger für Grosselfingen (BfG) ihre Übermacht im Gemeinderat zementiert, könnte man meinen. Diesem Eindruck wirkt Thomas Haug entgegen: "Es ist ganz klar, dass wir die Zusammenarbeit mit den Kollegen suchen." Das Ergebnis zeige doch ganz klar: Dieringer sei nicht nur von BfG-Anhängern gewählt worden. Er habe schon viel für Grosselfingen gemacht und gezeigt, dass er "der richtige Mann" als Bürgermeister ist.

Bürgermeister gratulieren Dieringer

Mit den Freien Wählern wolle er "an einem Strang" ziehen, und die "Streitereien sollen der Vergangenheit angehören". Eine Besprechung der Gemeinderäte (außerhalb der üblichen Sitzungen) habe bereits fraktionsübergreifend stattgefunden. Auch Robin Lohmüller, Fraktionsvorsitzender Freien Wähler, bekräftigt den Willen zur Zusammenarbeit mit der BfG. Schließlich sei auch seine Fraktion "an der Sache interessiert".

Mit Dieringer als Bürgermeister beginnt daher nicht nur eine neue Ära, weil er nach 24 Jahren die Amtsnachfolge von Möller antritt, sondern auch, weil er die Zeit der unversöhnlichen Konflikte ganz offensichtlich hinter sich lassen kann.

Nicht nur die zahlreichen Besucher und Noch-Bürgermeister Möller haben Dieringer zu diesem klaren Sieg gratuliert. Auch die Bürgermeister von Hechingen und Bisingen, Philipp Hahn und Roman Waizenegger, ebenso wie Landrat Günther-Martin Pauli haben Möllers Nachfolger anerkennend die Hand geschüttelt. Waizenegger hat seinen neuen Kollegen Dieringer als "ruhig und sachlich" kennengelernt, er sei ein "Pfundskerle".

Mehr zur Bürgermeisterwahl in Grosselfingen auf unserer Themenseite.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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