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Grosselfingen Borkenkäferplage soll verhindert werden

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Beantworteten Fragen der Privatwaldbesitzer in Grosselfingen: Wilhelm Grundler (links) und Hermann Schmidt. Foto: Maute

Grosselfingen - Schnell eine Borkenkäferplage verhindern – dieses Ziel gab Forstamtsdirektor Hermann Schmidt beim Informationsabend für Privatwaldbesitzer in Grosselfingen aus. Bei der Aufarbeitung der Sturmschäden erhalten Betroffene Hilfe von außen. Rund 80 Geschädigte aus den Gebieten Grosselfingen, Rangendingen und Haigerloch hatten sich am Mittwoch im Gasthaus Ochsen eingefunden. Sie hat das Unwetter vom 28. Juli besonders getroffen, denn es sind vor allem private Waldstücke, in denen der Sturm mit aller Macht wütete.

Schätzungen zufolge sind über 500 Parzellen betroffen. Den Schaden beziffern Forstamtsdirektor Hermann Schmidt und seine Kollegen Hubert Münch, Wilhelm Grundler und Karl-Otto Schäfer auf rund 5000 Festmeter, davon 2500 Meter im öffentlichen Wald. "Vor zehn Jahren sah es hier ähnlich trostlos aus", erinnert sich der Forstamtsdirektor an die Situation, die auch vier Jahre nach Sturm "Lothar" noch immer in den Wäldern vorherrsche.

Aufräumarbeiten sollen zügig erfolgen

Dieses Mal soll alles zügiger vonstatten gehen. Bis April 2014 soll das Sturmholz entfernt werden, um ein Wiederaufflammen der Borkenkäferplage zu verhindern. Im Gemeindewald wird ein Unternehmen aus Wolfegg von Mitte August an für Ordnung sorgen. An private Waldbesitzer ergeht in diesem Zusammenhang das Angebot, sich an diese Aufräumarbeiten "anzuhängen" und ebenfalls die Dienste der Firma in Anspruch zu nehmen. Wer sich dazu entschließt, muss bis 20. August eine entsprechende Vollmacht an das Forstamt Hechingen senden. Auf einem Informationsblatt sind die Angebotspreise der Wolfegger Firma in Selbstwerbung (Einschlag und Übernahme des eingeschlagenen Holzes) aufgeführt.

Beabsichtigt der Waldbesitzer, das eventuell anfallende Laub-Brennholz selbst zu nutzen, stellt die Firma eine Rechnung über die Aufarbeitungskosten aus. Hat der Eigentümer keine Verwendung für das Brennholz, wird es ebenfalls vom Forstamt vermarktet.

Auf Nachfrage von Schmidt gaben rund 30 Prozent der Anwesenden an, dass sie beabsichtigen, ihr Sturmholz selbst aufzuarbeiten. Viele andere schließen sich dem Forstamt an, was laut Experten mehrere Vorteile bietet. Durch die Parzellensituation sei es oftmals schwierig, an das Holz heranzukommen. Ferner gehe die Maßnahme durch die Firma zügig vonstatten und nicht zuletzt sei der Mehrwert der Selbstaufarbeitung relativ gering. Die Revierleiter bitten die Waldbesitzer, ihre Grenzen zu markieren und gegebenenfalls die Parzellen-Nummer anzuschreiben. Ferner muss, wer 2014 wiederaufforsten möchte, den Förderantrag noch in diesem Jahr stellen.

Auch zwei Wochen nach dem Sturm seien die Gefahren im Wald nicht zu unterschätzen, warnen die Forstleute. Ihr Rat: Vorsicht walten lassen und auf nachbarschaftliche Sozialkontrolle setzen.

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