Was zuerst nur eine Befürchtung war, ist nun traurige Gewissheit: Bei der Explosion eines Wohnhauses in Albstadt sind ein Kind und seine Eltern gestorben.
Bei dem Einsturz eines Wohngebäudes in Albstadt sind am Donnerstag drei Menschen ums Leben gekommen. Es handelt sich dabei um eine Familie im Alter von 33, 30 und sechs Jahren, wie die Polizei mitteilte. Zwar stehe Identifizierung der Verstorbenen noch aus, jedoch handle sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um die Bewohner des Hauses, heißt es in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft Hechingen und des Polizeipräsidiums Reutlingen.
Nach mehreren Stunden Suche hätten Einsatzkräfte die drei an der Adresse im Ortsteil Tailfingen gemeldeten Menschen nur noch tot bergen können. Es handelt sich um eine dreiköpfige Familie, bestehend aus einem 33-jährigen Mann, einer 30-jährigen Frau und einem sechs Jahre alten Kind. Da aktuell keine Hinweise auf weitere verschüttete Personen vorliegen, wurde die Suche vor Ort vorerst eingestellt, so die Polizei.
Vor dem Einsturz des Gebäudes war es demnach zu einer Gasexplosion gekommen. Die Ursache dafür müsse noch ermittelt werden. Die Gaszufuhr in der gesamten Straße sei unterbrochen worden. Es gebe keinen Anlass zur Befürchtung weiterer Explosionen, sagte der Bürgermeister von Albstadt, Roland Tralmer (CDU). Im Laufe des Tages sollen die umliegenden Häuser wieder mit Gas versorgt werden.
Rund 200 Einsatzkräfte waren vor Ort. Auch speziell für die Suche in Trümmern ausgebildete Spürhunde sind demnach im Einsatz gewesen.
Der Notruf war am frühen Morgen eingegangen. Nach der Explosion stürzte das Wohngebäude vollständig ein. Mehrere umliegende Häuser wurden schwer beschädigt, sind der ersten Untersuchung nach aber weiter bewohnbar, so Tralmer.
Die betroffenen Nachbarn wurden evakuiert. Sie erhielten psychologische Betreuung, ebenso wie die Angehörigen der verstorbenen Familie.
Drei der evakuierten Anwohner wurden kurzzeitig vom Rettungsdienst behandelt, nach derzeitigem Stand trugen sie jedoch keine Verletzungen davon. Zwei der benachbarten Wohnhäuser sind aufgrund der durch die Explosion entstandenen Schäden vorübergehend nicht mehr bewohnbar, die restlichen Gebäude im näheren Umfeld können nach Prüfung durch Statiker und Feuerwehr wieder betreten werden.
Die Höhe der insgesamt entstandenen Schäden kann derzeit nicht beziffert werden. Die Kriminalpolizei hat noch vor Ort die Ermittlungen aufgenommen.
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