Rund 800 Tonnen Müll brennen: Mit der Drohne des Landkreises verschafft sich die Feuerwehr einen Überblick. Foto: Drohne Landkreis Rottweil

Seit mittlerweile 19 Stunden kämpft die Feuerwehr gegen einen Brand bei einem Entsorgungsbetrieb in Zimmern. Neue Bilder einer Drohne zeigen die Dimensionen.

Schwere, stinkende Rauchwolken, ein Meer an Müll, mittendrin ein Bagger: Mithilfe einer Drohne überwacht die Feuerwehr am Brandort in Zimmern den Verlauf der Löscharbeiten.

 

Rund 800 Tonnen Müll, so die Schätzung der Feuerwehr, sind am Donnerstagabend bei einem Entsorgungsbetrieb in Brand geraten. Am Freitagnachmittag laufen die Löscharbeiten noch immer.

Das Problem: Um an die vielen Glutnester im Innern des Müllbergs zu kommen, muss das Material mit dem Bagger komplett auseinandergezogen und „auf links gedreht“ werden, wie Kreisfeuerwehrsprecher Sven Haberer berichtet. 85 Einsatzkräfte mit 17 Fahrzeugen sind auf und um das Gelände, das an der B462 und unweit der A81-Anschlussstelle liegt, unermüdlich im Einsatz.

Gegen 19.30 Uhr teilt die Feuerwehr Zimmern mit, dass sich die Lösch- und Aufräumarbeiten noch bis in den späten Abend ziehen werden. Die für  Samstagnachmittag geplante Übung der Wehr bei der Firma Rampf werde abgesagt. Dafür kann man nach diesem Einsatz  nur größtes Verständnis haben.

Den Schaden schätzt die Polizei aktuell auf rund 20.000 Euro. Die Ursache des Brandes ist noch unklar. Immer häufiger kommt es aber bei Entsorgungs- und Recyclingunternehmen zu Bränden, weil in dem zugelieferten Material Akkus und Batterien stecken.

Explosion am Mittwoch

Am Mittwoch war es beim selben Entsorgungsunternehmen zu einem Brand gekommen, als ein Kanister, der im Restmüll ausgemacht wurde, entfernt werden sollte. Es kam zur Explosion. Das Feuer konnte rasch eingegrenzt werden. Schaden hier: Rund 100.000 Euro.