Bei dem Vorfall rückten schwerbewaffnete Polizisten an. Foto: Andreas Wagner

Eine laut Zeugen täuschend echt aussehende Waffe hatte am Montag einen Polizeieinsatz zur Folge. Doch welche Art von Waffe hatte der Mann bei sich? Und war sie wirklich verboten?

Mit Maschinenpistolen bewaffnete Polizisten haben am vergangenen Montag einen Linienbus im Horber Teilort Altheim gestoppt. Die Beamten nahmen einen 31-Jährigen vorübergehend fest und brachten ihn aufs Revier in Freudenstadt.

 

Zuvor hatte ein Zeuge in Freudenstadt die Polizei verständigt, weil der Mann mit einer täuschend echt aussehenden Waffe hantiert haben soll. Im Zuge des Polizeieinsatzes stellte sich jedoch heraus, dass der Mann keine scharfe Waffe bei sich hatte. So berichtete es die Polizei noch am selben Tag in einer Pressemitteilung.

Auf Anfrage unserer Redaktion nennen die Beamten nun aber weitere Details. Dabei wird deutlich, wie bedrohlich die Situation in Freudenstadt gewirkt haben muss. „Er hatte die Pistole in der Hand, hat sie in den Hosenbund gesteckt und ist in den Bus gestiegen“, erklärt eine Sprecherin. Kein Wunder also, dass die Polizei mit zahlreichen Streifenwagen ausrückte.

Waffe war eine Luftpistole

Auch zur Art der Waffe nennt die Sprecherin neue Details. Demnach habe es sich um eine Luftpistole gehandelt. Noch werde aber geprüft, ob es sich bei dieser um eine sogenannte Anscheinwaffe handelt. In diese Kategorie fallen alle Gegenstände, die einer echten Waffe zum Verwechseln ähnlich sehen.

Eine solche Anscheinwaffe in der Öffentlichkeit zu führen, ist verboten. Doch da unklar ist, ob der 31-Jährige wirklich gegen dieses Gesetz verstoßen hat, ist derzeit noch offen, welche rechtlichen Folgen der Vorfall für den Mann haben wird. Schließlich gibt es auch Luftpistolen, die offensichtlich als solche zu erkennen sind.