Der Naturpark Südschwarzwald feiert sein 25-jähriges Bestehen. Der Naturparkmarkt auf dem Unterkirnacher Mühlenplatz am Sonntag war ausgesprochen groß und repräsentierte die große Vielfalt, die der Südschwarzwald bietet.
Gleichzeitig zum Naturparkmarkt zeigten Unterkirnacher Firmen und Geschäfte ihre Angebote, es war nämlich zugleich verkaufsoffener Sonntag in Unterkirnach.
„27 Stände reihen sich dicht an dicht auf dem Mühlenplatz, der Platz platzt aus allen Nähten“, begrüßte Bürgermeister Andreas Braun, zusammen mit Karin Lanzen, Vertreterin des Naturparks Südschwarzwald, die Besucher.
Mit dabei war Bianca Schweiger, die Braun ganz besonders lobte. Es sei für sie ein Kraftakt gewesen den Markt zu organisieren, dabei darauf zu achten, dass nu r Naturprodukte aus dem Südschwarzwald vertreten waren. Dazu habe sie auch noch dafür sorgen müssen, dass sie alle genügend Platz hatten und nicht verdeckt wurden.
Schochenbacher Musikanten begleiten den Markt
Die Schochenbacher Musikanten vom Musikverein Unterkirnach begleiteten live und mit Schwung den Markt.
Auch „Echt Unterkirnach“ war geöffnet, dort kommen alle Angebote aus der Region. Brotaufstrich, Pesto und Likör aus Aichhalden wurden an einem Stand angeboten, Honig, Wurst, Käse an anderen Ständen, Most und Wein – denn auch im Südschwarzwald gibt es Weinanbau.
Vor zwei Jahren mit dem Flechten begonnen
Ulrich Grießhaber, Tennenbronner Korbmacher war mit seinem Stand, auf dem sich attraktive Weidenkörbe stapelten, nach Unterkirnach gekommen. Es gebe professionelle Korbmacher, früher wurde diese Kunst auf vielen Bauernhöfen ausgeübt. Er sei ein Hobbykorbmacher, der vor zwei Jahren mit dem Flechten der Körbe begonnen habe, erklärte er im Gespräch mit unserer Redaktion.
Die Weidenzweige in verschiedenen Größen und Dicken verarbeitet er per Hand: „Ich brauche keinen Draht und keine Nägel, sondern nur Schere, Messer und Pfrieme“, zeigt er seine Werkzeuge. Sandra Fürderer und Sandra Schuler führten die Kunst der Strohschuhherstellung mit Stroh und Bast vor. „Ich benötige für einen Schuh acht Meter Stroh oder Bast“, berichtete sie. Unter die Schuhe kamen noch die Sohlen und oben ein hübscher roter Rand. Sie mache das nebenher und habe es auch Sandra Schuler beigebracht, erzählt sie. Sandra Fürderer aus dem Hohrain arbeitet Vollzeit im Klinikum. Früher habe sie noch Aufträge angenommen, dafür habe sie heute keine Zeit mehr, betont sie.
Der Mühlenplatz füllte sich mehr und mehr. Auch für die Kinder war gesorgt, einmal in der fahrenden Kochschule des Naturparks Südschwarzwald, und dann in der Mühlenstube, wo unter anderem Kinderschminken angeboten wurde.