Die Feuerwehr ist auch für kritische Gefahrenguteinsätze bestens gerüstet. Sichtbares Zeichen war am Samstag die Abschlussübung der Wehr auf dem Langmatthof.
Das Übungsszenario sah vor, dass es zu einer Leckage eines Tanks auf dem Langmatthof kam, in welchem Salpetersäure gelagert wurde. Der Tank war auf einem Gabelstapler transportiert, wobei es auch zu einem Personenschaden kam, indem ein Mann eingeklemmt wurde.
Im Umfeld des leckgeschlagenen Tanks kam es in der Folge zu einer giftigen Wolke, von der weitere Personen betroffen waren. Diese versuchten, sich vor den Dämpfen in Sicherheit zu bringen.
Chemieschutzanzüge kommen zum Einsatz
Kommentiert wurde das Szenario vom Inzlinger Feuerwehrkommandanten Frank Sütterlin, Einsatzleiter war sein Stellvertreter Stefan Bachthaler. Als besonderen Höhepunkt der Abschlussübung erlebten die über 100 Zaungäste – darunter auch Angehörige befreundeter Feuerwehren – den Einsatz des im vergangenen Jahr neu gegründeten Gefahrgutzugs Lörrach/Inzlingen, der sein Können sehr eindrucksvoll unter Beweis stellte.
Unterstützung aus Lörrach und Hauingen
So auch mit dem Einsatz der Chemieschutzanzugträger, die unter erschwerten Bedingungen und unter der Last der Anzüge den leckgeschlagenen Tank abpumpten, um nach getaner Arbeit das gesamte Dekontaminationsprozedere von Mensch und Material in Gang zu setzen. Dabei halfen bei der Übung nicht nur die Inzlinger Feuerwehrangehörigen des Gefahrenzugs, sondern auch die Feuerwehrleute der Stadt Lörrach und der Abteilung Hauingen, die für die Dekontamination zuständig waren.
Die in dieser Form erstmals abgehaltene Übung war daher eine echte Herausforderung für die daran beteiligten Feuerwehrleute. Dies kommentierte während des Übungsablaufs auch der Gefahrgutzugführer Pietro Parasiliti aus Lörrach. Parasiliti und Sütterlin Sütterlin informierten zu jeder Zeit die interessierten Bürger, die auf dem Langmatthof eine eindrucksvolle Kulisse bildeten.
Beobachter sind voll des Lobes
Lob und Anerkennung äußerten auch Bürgermeister Marco Muchenberger sowie sein Vorgänger und Ehrenbürger Erich Hildebrand im Hinblick auf die Professionalität der Einsatzkräfte während des Übungsgeschehens. Sütterlin zeigte sich zudem erfreut darüber, dass 14 Nachwuchskräfte aus der Jugendfeuerwehr an der Übung teilnahmen. Sie werden von Jugendleiter Marvin Hirt und dessen Stellvertreterin Celina Karth in vorbildlicher Weise ausgebildet, wie bei der Abschlussübung immer wiederbetont wurde.