Beim VfL Hochdorf macht man sich Gedanken zur infrastrukturellen Zukunft des Sportgeländes. Foto: Baum

Diskussion: Sportheimbau und neue Flutlichtanlage im Gespräch

Nagold-Hochdorf. Leicht erhitzt und kontrovers war die Diskussion über einen Sportheimumbau und eine neue Flutlichtanlage, die der VfL Hochdorf im Rahmen seiner Hauptversammlung mit den Mitgliedern führte. Viele Mitglieder waren zur Versammlung erschienen und diskutierten mit.

Die Vorstandschaft bestehend aus Enzo Cicero (Fußball), Paul Huber (Leichtathletik), Andy Hänisch (Finanzen), Thomas Katz (Turnen) und Jürgen Litschko (Geschäftsstelle) erläuterte die ersten Überlegungen zum Sportheimumbau. Im Gespräch ist ein neuer Kunstrasenplatz und eventuell sogar ein Sportheimneubau.

Enzo Cicero berichtete zunächst den Mitgliedern, dass die Sportentwicklungsplanung der Stadt Nagold vorsieht, dass der VfL Hochdorf eventuell zum Sportzentrum Süd für die Gemeinden Iselshausen, Vollmaringen, Gündringen und Hochdorf wird. Auch seien die bisherigen Anlagen und die gesamte Sportstätte in die Jahre gekommen, daher sei die Frage, wie es mit den Sportanlagen und auch mit dem Sportheim weitergehe. Nicht zuletzt, da ein neues Baugebiet rund 156 Bauplätze und damit rund 450 neue Bürger für Hochdorf bringen könnte. "Wir gehen auf die 3000 Bürger zu, Hochdorf wächst und wird größer."

Bislang erfüllt das Sportheim seine Funktion nicht voll – zum einen ist es nicht oft geöffnet, vor allem nicht immer während des Spielbetriebs der Mannschaften und Gruppentrainings. Die Duschen seien marode, zurzeit könne etwa nur kalt geduscht werden. Die Heizungsanlage muss getauscht werden. "Alles kommt an seine Grenzen", so Enzo Cicero. Die Umkleiden müssten vergrößert werden, weil es mittlerweile auch eine Damenfußballmannschaft gibt. Auch gibt es Probleme, die Kabinen zu belegen. "Wir haben viel Leichtathletik und auch mehrere Fußballmannschaften", so der Vorstand Fußball. Bei den Sportplätzen sei es so, dass beide Plätze ständig belegt sind, so dass ein weiterer Platz mit Kunstrasen Sinn machen würde. "Wir sind derzeit im Aufbruch", fasste Enzo Cicero zusammen. Die alten Sportanlagen seien noch aus dem Jahr 1984, der Sportplatz wurde vor 16 Jahren gebaut. "Eine neue Anlage muss die nächsten 40, 50 Jahre gut sein", betonte auch Jürgen Litschko.

Paul Huber erklärte, dass es neben der Leichtathletikabteilung auch eine Faustballabteilung, eine Fußballabteilung sowie den Tennisverein gebe. Zudem gibt es eine gute Jugendabteilung. "Wir müssen den Verein für die Zukunft aufstellen", war sich die Vorstandschaft einig. Derzeit sei man beim VfL nicht gut für die Zukunft aufgestellt, und die Vereine in Hochdorf würden auch nicht Hand in Hand arbeiten. Man sei "am Scheideweg", sagte Thomas Katz. So sei die Frage, ob es nun gelinge, das Vereinsleben nach der Corona-Pandemie wieder hochzufahren. Dies hänge zum einen von den Angeboten ab, die der Verein den Sportinteressierten machen kann, zum anderen aber auch von der Attraktivität der Sportstätten.

Nach längerer Aussprache stimmten die Mitglieder bei einem Meinungsbild dem Vorhaben Renovierung oder Neubau zu. Mitglieder forderten allerdings ein schlüssiges sportliches Konzept ein. Auch müsse der TC Hochdorf mit ins Boot geholt werden. Zudem müsse es ein finanzielles Konzept geben, und in einer weiteren Mitgliederversammlung würden dann die Mitglieder über die Planungen mit ins Boot geholt.

"Wir nehmen eure breite Zustimmung mit", bilanzierte Enzo Cicero gegen 23 Uhr. Auch zum Konzept für die neue Flutlichtanlage gab es breite Zustimmung. Eine Firma habe der Stadt Nagold ein Konzept zur Erneuerung von alten Flutlichtanlagen unterbreitet und einen Kostenvoranschlag gemacht. Daraus leitet sich der Kostenansatz von rund 32 000 Euro ab, von dem ein Zuschuss in Höhe von 11 200 Euro abgezogen werden muss. Bei acht zu erneuernden Flutlichtmasten und LED-Leuchtmitteln verbleiben dem Verein rund 21 000 Euro. Mit den neuen LED-Leuchtmitteln könne man 35 Prozent Energie sparen – bislang mussten etwa für das Jahr 2020 rund 4800 Euro für Stromkosten eingeplant werden. Dies, so die Vorstandschaft, sei eine satte Einsparung.