Im ehemaligen Klausmann-Gebäude an der Breslauer Straße ist am Mittwochmittag ein Feuer ausgebrochen. Der Zugverkehr auf der Hochrheinstrecke musste unterbrochen werden. Brandursache und Schadenshöhe sind derzeit noch unklar. Eine Person soll durch eine Rauchgasvergiftung leicht verletzt worden sein. Der Brand war gegen 14.30 Uhr gelöscht.
Nach bisherigen Ermittlungen brach der Brand gegen 12.30 Uhr aus. Es handelt sich dabei um das Gebäude der ehemaligen Firma Klausmann, Formen- und Werkzeugbau. Aktuell sind darin verschiedene Nutzer untergebracht. Nach bisherigen Angaben aus Kreisen der Feuerwehr war der Brand, der sehr schnell auf das gesamte Gebäude übergriff, von einer oder auch zwei Personen gemeldet worden, die sich im Gebäude aufhielten. Eine neben dem brennenden Gebäude wohnenden Frau, die gerade im Garten arbeitete, habe ebenfalls umgehend den Notruf gewählt, hieß es.
Schon kurz danach erreichten Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Schwörstadt, Dossenbach, Schopfheim, Rheinfelden und Lörrach das brennende Firmengebäude an der Breslauer Straße. Hinzu kamen Einsatzkräfte von DRK, THW und Polizei. Mit dabei waren auch Messtrupps der Feuerwehren, welche die Emissionen in Schwörstadt und dem weiteren Umfeld ermittelten. Unter anderem per Radio waren die Bürger dazu aufgefordert worden, Fenster und Türen zu schließen. Entsprechende Warnungen betrafen auch den Bereich Riedmatt und Dossenbach, wohin sich die weithin sichtbaren dunklen Rauchschwaden bewegten.
Nach Angaben vor Ort sind im vom Brand betroffenen Gebäude eine Möbeldesign-Firma, zwei Religionsgemeinschaften sowie ein Lager für Spielautomaten und Gesundheitsliegen untergebracht. Wie es konkret zum Brand kam, wird derzeit von der Polizei ermittelt.
Während der Brandbekämpfung musste der Zugverkehr auf der Hochrheinstrecke eingestellt werden, weil sich das brennende Firmengebäude unmittelbar an den Gleisen befindet. Erst nach einiger Zeit wurde der Zugverkehr wieder aufgenommen. Allerdings durften die Züge nur im Schritttempo die Gefahrenstelle passieren, wie vor Ort zu erfahren war.
Schwörstadts Feuerwehrkommandant Daniel Ebi teilte derweil mit, dass während des Brandes und des Feuerwehreinsatzes auch die Kinder in der Schule bleiben mussten, weil sie nicht direkt abgeholt werden konnten. Im Hinblick auf das entstandene Feuer sagte er, dass es nun um die weitere Bekämpfung von Brandnestern gehe. Auch die Emissionsmessungen in der Luft würden weiter fortgeführt.
Über die „Nina“-WarnApp war zuvor die Bevölkerung von Schwörstadt über eine akute Gefahrenlage durch Brandgase gewarnt worden.
Das Ausmaß des Schadens steht laut den Einsatzleitungen von Feuerwehr und Polizei noch nicht fest.
Insgesamt waren mehr als 70 Einsatzkräfte im Einsatz. Sie riegelten die gesamte Breslauer Straße ab, während eine Multicopter-Drohne der Feuerwehr den Brandherd aus der Vogelperspektive beobachtete und fortwährend aktuelle Bilder auf einen Monitor der Einsatzleitung sendete.