Noch sind tiefe Krater in der Mariazeller Straße. Die Bauarbeiter sind aber kräftig im Einsatz. Foto: Dold

Es laufen schon Wetten zwischen Anwohnern und Mitarbeitern der Baufirma, ob die Mariazeller Straße noch dieses Jahr freigegeben wird.

Die Anwohner glauben nicht daran, die Mitarbeiter halten dagegen. Konrad Ginter, Leiter Tiefbau bei der Stadt Schramberg, gibt einen Überblick über den derzeitigen Stand der Dinge. „Bei der Baubesprechung heute Morgen wurde der Ablauf nochmals abgestimmt. Diese Woche wird die Straßenentwässerung trotz der schlechten Witterung fertig gestellt und die Bordsteine werden angeschottert“, so die Information.

 

Zur möglichen Freigabe der Straße für den Verkehr, hat Konrad Ginter folgende Neuigkeiten parat: „Sofern die aktuelle Wettervorhersage eintrifft, wird ab Montag der Restasphalt ausgebaut. Ab Mittwoch soll das Schotterplanum hergestellt werden“.

Freigabe bald möglich

Und weiter: „Sofern diese Arbeiten nächste Woche ausgeführt werden können, wird ab Montag, 8. Dezember, die Asphalttragschicht eingebaut. Eine Freigabe wird, sofern dies alles gelingt, noch vor Weihnachten möglich“, hofft Ginter – und mit ihm viele Anwohner und Nutzer der Straße.

Die Tragdeckschicht – also der Feinbelag – soll dann erst im Frühjahr eingebaut werden, da für diese höhere Temperaturen benötigt werden. Dann dürfte es nochmals zu einer kürzeren Vollsperrung für den Durchgangsverkehr kommen. Auch die Gehwege werden im kommenden Jahr fertiggestellt.

Die Anlieger sollen schon bald ihre Häuser wieder per Auto erreichen können. Foto: Dold

Die Anlieger können voraussichtlich ab Samstag, 13. Dezember, wieder an ihre Häuser fahren – sofern alles läuft wie geplant und das Wetter mitmacht.

Freie Fahrt für Busse

Die Schulbusse sollen möglichst noch vor Weihnachten wieder fahren können. Spätestens nach den Weihnachtsferien soll das aber wieder möglich sein.

Der Bau der Wasserleitung von der Panoramastraße in Richtung Schoren ist eine Maßnahme der Stadtwerke. Auch hier gibt es positive Signale: „Nach unserem Kenntnisstand ist der Zusammenschluss der Förderleitung noch vor Weihnachten eingeplant“, sagt Konrad Ginter. Damit liege man im Zeitplan.

Im Kostenrahmen

Bei den Kosten sieht es folgendermaßen aus: „Wir gehen von Mehrkosten im Bereich der Entsorgung des Aushubmaterials aus – wegen aktuell noch nicht bekannter Entsorgungswege. Die eigentliche Baumaßnahme liegt im Kostenrahmen“. 2,64 Millionen Euro soll die Maßnahme laut Ausschreibungsergebnis kosten, rund 550 000 Euro fließen als Zuschuss.

Die Straßenentwässerung wird fertiggestellt. Foto: Dold

Die Bauzeit sei schon zu Beginn bis Ende 2025 veranschlagt worden, so Ginter. „Da sowohl die Witterung im September/Oktober und seit Mitte November für die Baumaßnahmen sehr ungünstig waren und noch zusätzliche Arbeiten beim Kanal, welche ursprünglich nicht geplant waren, ausgeführt werden mussten, liegen wir bei der Mariazeller Straße sechs bis acht Wochen in Verzug“, führt er aus.