Trotz aller Fortschritte, Nagolds Großbaustelle ist im Verzug. Der Zeitplan der Zellerschulsanierung kann nicht gehalten werden. Das hat wohl Auswirkungen auf die Inbetriebnahme.
In kein Bauprojekt steckt die Stadt Nagold in diesem Jahr mehr Geld als in die Generalsanierung der Zellerschule. 35 Millionen Euro schwer ist der Um- und Neubau insgesamt. Alleine in diesem Jahr sollen davon fast 13 Millionen Euro verbaut werden.
„Der Bau der Zellerschule schreitet mit großen Schritten voran“, teilte die Stadt Nagold erst vor wenigen Tagen der Redaktion mit. Und, dass es gut voran geht auf der Baustelle, ist auch offensichtlich. Derzeit steckt man mitten in den Rohbauarbeiten. Die werden sich allerdings auch noch eine ganze Weile hinziehen. Und das hat Folgen.
Ursprünglich sollten die Rohbauarbeiten im Dezember fertig sein
Statt wie geplant im Dezember dieses Jahres werden die Rohbauarbeiten nach aktuellem Stand wohl erst im März 2027 beendet sein. Das bestätigte die Stad Nagold auf Nachfrage der Redaktion.
Der Grund liegt in den Anfangsmonaten der Mega-Baustelle. Damals war zunächst der Wurm drin. Das Projekt kam deutlich langsamer voran als geplant.
„Durch die Verzögerungen bei den Abbrucharbeiten verschiebt sich der Bauablauf voraussichtlich um etwa zwei bis drei Monate“, erörtert nun die Stadt weiter. Und: „Darüber hinaus liegen derzeit keine weiteren Verzögerungen vor.“
Die entstandene Zeitverschiebung könne aber im weiteren Bauablauf voraussichtlich nicht vollständig aufgeholt werden.
Ein Umzug im laufenden Schuljahr scheint nicht sinnvoll
Das dürfte auch Auswirkungen auf die Inbetriebnahme des Neubaus haben. So hieß es eigentlich, dass die Grundschüler den Neubau bereits im Schuljahr 2026/27 nutzen können. Unter anderem ist im Schulbericht aus dem Mai des Jahres 2025 zu lesen: „Der Bezug der zwei neuen Schulgebäude für alle 20 Klassen wird bereits im Schuljahr 2026/2027 möglich sein.“ Man beachte allerdings die vage Formulierung „im Schuljahr“ – also nicht ab dem Schuljahr 2026/27.
Mittlerweile wird noch vorsichtiger formuliert. „Ein Umzug mitten im laufenden Schuljahr ist aus schulorganisatorischen Gründen in der Regel nicht sinnvoll“, teilte Pressesprecherin Julia Glanzmann jetzt der Redaktion mit. Der konkrete Zeitpunkt des Bezugs werde daher „rechtzeitig vorab festgelegt und in enger Abstimmung mit der Schulleitung geplant“. Einen exakten Zeitraum nannte die Stadt nicht.