In der oberen Etage befindet sich momentan der Ruhebereich in der Solemartherme, hier kam es immer öfter zu Beschwerden, nun wird dieses Platzangebot erweitert und auch in das Restaurant Strandperle investiert. Foto: Kur und Bäder

4,5 Millionen Euro soll die Erweiterung des Solemars kosten. Die Planung dazu übernimmt das Büro Schweiger Architektur in Rottweil. Erweitert werden die Gastronomie sowie der Ruhe- und Liegebereich. Wie genau die Erweiterung aussehen wird, das ist noch nicht ganz sicher.

Bad Dürrheim - Das Solemar sei das Herzstück für die Bad Dürrheimer Touristen und habe Leuchtkraft über die Ortsgrenzen hinaus, erklärte Markus Spettel, Geschäftsführer der Kur und Bäder GmbH.

Veränderte Ansprüche

Bis jetzt lief die Gastronomie in der Strandperle. Als die Therme vor über 30 Jahren in Betrieb genommen wurde, war dieser Bereich noch nicht relevant. Die Gäste kamen zum Baden, meist auf Rezept. Das Klientel und die Wünsche haben sich geändert. Die Kur und Bäder nennt Gründe, warum eine Erweiterung notwendig wird. Dabei geht es um die geringe Sitzplatzkapazitäten im Badbereich des Restaurants. Hinzu komme eine sehr beengte Situation in der Küche. Mit deutlich zu geringer Arbeitsfläche sowie zu wenig Kühl- und Produktionsmöglichkeiten. dies erlaube nur ein begrenztes Speisenangebot, welches dem qualitativen Anspruch der Gäste nicht mehr gerecht werde. Außerdem erlaube es zeitgleich lediglich zwei Mitarbeitern, das hohe Gästeaufkommen zu bewältigen.

Ein weiterer Punkt ist die räumliche Platzierung der Lagerräume. Diese sind in einem recht weit entfernten Bereich des Sauna-Restaurants Mühlenstüble. Dies bedeutet sehr lange und häufige Laufwege für die Anlieferung und Bestückung der Gastronomie, was einen optimalen Arbeitsprozess nicht gewährleiste. Zu guter Letzt sind es die Wartezeiten bei den Gästen auf ihre Bestellungen, die zu Unmut führten.

Die künftige Thermen-Gastronomie soll im Gegensatz zum jetzigen Strandperlen-Restaurant dem Anspruch an eine moderne und mit hoher Aufenthaltsqualität versehenen Erlebnisgastronomie gerecht werden. Neben einem gemütlichen und modernen Gastbereich, soll auch ein nach aktuellem Stand der Technik ausgestatteter Küchen- und Thekenbereich entstehen, so die Kur und Bäder.

Mehr Sitzplätze

Eckpunkte hierzu sind: Der Restaurantbereich soll im Gegensatz zur jetzigen Situation nur noch vom Badbereich der Therme zugänglich sein und über eine eigene Lüftungsanlage verfügen, Insgesamt soll eine Sitzplatzkapazität von etwa 80 Innen- und 30 Außenplätzen geschaffen werden.

Optimale Abläufe

Als Arbeitsplatz soll es auf den heutigen Stand der Technik gebracht werden, in dem ein ergonomisches, effizientes Arbeiten möglich ist mit optimalen Prozessabläufen. In kulinarischer Hinsicht will man eine möglichst breite Zielgruppe ansprechen. Hierzu ist es geplant, ein vollwertiges, wöchentlich wechselndes Speisenangebot unter der Berücksichtigung vom regionalen und saisonalen Angebot.

Auf dem jetzigen Gastrobereich im Foyer soll für die An- und Abreise sowie Passanten eine Art Stehcafé eingerichtet werden.

Der neue Ruhebereich ist ebenfalls ein wichtiger Faktor für den Erfolg der Soletherme. Die vorhandene Liegekapazität in der Therme reiche nicht mehr aus, und auch die Qualität der Liegefläche lasse zu wünschen übrig, so die Beschreibung der Kur und Bäder. Um die Gesamtaufenthaltsqualität zu verbessern, soll ein neuer, zusätzlicher Ruheraum mit mindestens 30 Liegeplätzen und einer angemessenen Wellness-Wohlfühlatmosphäre entstehen.

Gesamtkonzept wichtig

Der Raum soll in das bestehende Gesamtkonzept integriert werden und einen gewissen Erlebnischarakter ausstrahlen und wie die Gastronomie vom Badbereich her in Badebekleidung barrierefrei zugänglich und ausgestattet sein. Notwendig ist es, aufgrund der Raumtemperatur und der feuchten Luft im Badebereich den neuen Ruheraum klimatisch von der Therme zu trennen und mit einer eigenen Lüftungsanlage zu versehen.