Für den Anbau an das Grundschulgebäude soll das Gebäude Hauptstraße 11 weichen, hieß es im Mai. Foto: Pfannes

Mit drei größeren Maßnahmen will sich die Gemeinde Villingendorf im kommenden Jahr beschäftigen: Anschluss der Abwasserbeseitigung an die Kläranlage Rottweil, Schulhausanbau sowie Fest- und Parkplatz Rathaus.

Den Entwurf des 2025er-Finanzhaushalts stellt Kämmerin Daniela Duttlinger im Rahmen von Teil zwei der Haushaltsplanberatungen dem Gemeinderat vor.

 

In aktuell herausfordernden Zeiten bringt sie ein Zuckerl mit. Die Zahlen des Ergebnishaushalts, vor drei Wochen vorgestellt, haben sich leicht verbessert – auf ein Plus von 94 000 Euro.

Ohne Kredite geht es nicht

Der erwartete Zahlungsmittelüberschuss beträgt 681 250 Euro und steht für Investitionen zur Verfügung. Weil jedoch, wie oben angemerkt, neben kleineren Sachen drei umfangreichere Projekte angedacht sind, ist zur Finanzierung ein größerer Kredit (1,3 Millionen Euro) erforderlich.

Davon sind bereits 900 000 Euro fix, da dieser Betrag im aktuellen Jahr nicht benötigt wird (von den für 2024 eingeplanten 1,8 Millionen Euro wird die Hälfte in Anspruch genommen), aber bereits genehmigt ist. Somit beträgt die zusätzliche Kreditermächtigung für 2025 „nur“ noch 400 000 Euro.

Siebenstelliger Bereich

Für die Investitionen in 2025 sind Ausgaben in Höhe von 5,338 Millionen Euro geplant. Einzahlungen von 3,342 Millionen Euro und oben angemerkte Zahlen (681 250 Euro plus 1,3 Millionen Euro), die zusammen 1,99 Millionen Euro betragen, füllen die andere Seite der Bilanz.

80 Prozent für frühen Vogel

Mit einem innerlichen Aufatmen quittieren die Ratsmitglieder die Mitteilung, dass der Anschluss der Abwasserbeseitigung an die Kläranlage Rottweil, der sich im aktuellen Jahr sehr umfangreich im Haushalt niedergeschlagen hat, weiterhin mit etwa 80 Prozent bezuschusst wird. Veränderungen bei den Förderrichtlinien, die andere Gemeinden plagen, die noch nicht so weit sind, tangieren Villingendorf nicht.

Kläranlage im Blick

2025 stehen Umbauarbeiten an der Kläranlage Villingendorf an (Einbau der Pumpen sowie Steuerungs- und Messtechnik). Der Ansatz beträgt 700 000 Euro. Ebenso ist die Erweiterung der sogenannten Prozesswasserbehandlung bei der Kläranlage Rottweil notiert. Villingendorf trägt laut Vereinbarung Kosten in Höhe von 62,5 Prozent (in 2025 wird von 1,6 Millionen Euro ausgegangen), den Rest zahlt die Gemeinde Dietingen.

Ob es 2025 sichtbare Ergebnisse gibt in Sachen Anbau an das Grundschulgebäude, wird sich herausstellen. Es geht um Räumlichkeiten für die Ganztagesbetreuung und eine weitere Kindertageseinrichtung (die ja erst mal eine Heimat im ehemaligen Volksbankgebäude finden soll).

Mehr Platz für Betreuung

Zwar wurde der Antrag Schulbauförderung gestellt, und vorgesehen ist, einen Antrag beim Ausgleichstock in der kommenden Ratssitzung auf den Weg zu bringen, doch die Fachleute rechnen erst im kommenden Herbst mit knallharten Fakten. Im Haushaltsplan stehen 540 000 Euro. 630 000 Euro im 2025er-Zahlenwerk sind für den Ausbau Betreuungsplätze Kindergarten Waldenwiesen vermerkt.

Stichwort Kostenbeteiligung am Schulbau der Stadt Rottweil: Da sich in dieser Sache nichts bewegt hat (Bürgermeister Marcus Türk sagt auf Nachfrage: „Keine Info“), wird der Betrag in 2025 auf 70 000 Euro reduziert. Damit will Villingendorf allein das Projekt Achertschule im Haushaltsplan abdecken.

Rathausplatz im Frühjahr

Bei Nummer drei auf der Liste kommt – so alles seinen Gang geht – im Frühjahr Bewegung. Denn für das Projekt Fest- und ParkplatzRathaus mit Bushaltestelle sollen im Dezember die Arbeiten vergeben werden. 340 000 Euro stehen im Haushaltsplan.

Neue Feuerwache

Ein Megaprojekt im Rahmen der mittelfristigen Finanzplanung klopft zaghaft an – mit 375 000 Euro für den Neubau Feuerwehrgerätehaus. Hier sind Millionenbeträge 2026 (1,0 Millionen Euro) und vor allem 2027 (3,5 Millionen Euro) erforderlich.

Nachdem die Gemeinde um eine größere Verschuldung im Zusammenhang mit dem Mehrzweckhallenbau herumgekommen ist, könnten aber in diesem Zusammenhang die roten Zahlen gewaltig zunehmen. Genaueres wissen die Spielmacher aber erst in zwei oder drei Jahren.

In der Dezember-Sitzung wird der 2025er-Haushaltsplan verabschiedet. So der Plan nach einstimmigem Placet der Ratsrunde zum Finanzhaushalt und zur mittelfristigen Finanzplanung.

DRK wie Feuerwehr

Kleiner Nachschlag: Eingepreist ist nun die Entschädigung für Einsätze des DRK-Ortsvereins. Wie für Feuerwehrleute werden 15 Euro pro Stunde und Einsatzkraft gezahlt. So der einstimmige Beschluss des Gemeinderats.

Gewählt wird in der Halle

Zweiter Nachschlag: Die Vorbereitungen für die Bundestagswahl packt das Hauptamt zuversichtlich an. Eine Neuerung ist vorgesehen. Beide Wahlbezirke (östlich und westlich der Ortsdurchfahrt) wählen künftig in der Mehrzweckhalle. Eine gewisse Enge im Rathaus begünstigt diesen Schritt.