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Grömbach Noch mehr Lücken für die Küken

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Die beste Voraussetzung für die dauerhafte Existenz des Auerhuhns ist ein lichter, strukturierter Nadelholzbestand mit Tannen, Kiefern und Fichten und eine gut entwickelte Bodenvegetation. Foto: Naturpark Foto: Schwarzwälder Bote

Der Auerhuhn-Bestand im Schwarzwald ist in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Hauptursache ist der Verlust geeigneter Lebensräume. Mit dem Projekt "Lücken für Küken" will der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord gegensteuern – und zieht eine positive Jahresbilanz.

Region. Im Rahmen des Projekts "Lücken für Küken" werden seit 2018 private und kommunale Waldbesitzer bei der Gestaltung von Auerhuhnhabitaten finanziell unterstützt. "Wir kommen gut voran: 2018 wurden rund 30 Hektar, in diesem Jahr sogar 60 Hektar Waldfläche umgestaltet", so Karl-Heinz Dunker, Geschäftsführer des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord in einer Pressemitteilung. "Die Bereitschaft der kommunalen Waldbesitzer, mehr Lebensraum für das Auerhuhn zu schaffen, ist da. Und unsere fachliche Begleitung auf den jeweiligen Flächen wird rege angenommen. Bei den privaten Waldbesitzern wollen wir in den kommenden Monaten verstärkt für die Teilnahme am Projekt werben", erklärt Dunker.

Das Projekt "Lücken für Küken" ist Teil des Sonderprogramms zur Stärkung der biologischen Vielfalt des Landes Baden-Württemberg und legt den Schwerpunkt auf die Verbesserung des Lebensraums, teilt der Naturpark mit. Zurzeit beheimate der Schwarzwald die größte Auerhuhnpopulation Zentraleuropas außerhalb des Alpenraums. Voraussetzung für die dauerhafte Existenz des Auerhuhns sei jedoch ein lichter, strukturierter Nadelholzbestand mit Tannen, Kiefern und Fichten sowie eine gut entwickelte Bodenvegetation, die die für das Auerwild existenziellen Heidelbeeren enthalte.

"Für die Schaffung oder Erhaltung von solch lichten Flächen sind Pflegeeingriffe durch den Menschen erforderlich", weiß Matthias Mohaupt, beim Naturpark für das Projekt "Lücken für Küken" zuständig. 300 Hähne werden laut "Aktionsplan Auerhuhn" als Mindestmaß für eine gesunde Population veranschlagt – bei der jüngsten Zählung 2019 wurden jedoch nur noch 137 erfasst. Mohaupt hofft, dass die Habitat-Pflegemaßnahmen diesen negativen Trend stoppen können. "Mehr Licht im ansonsten dichten Wald begünstigt eine vielfältige Bodenvegetation, Bäume mit niedrigen Ästen und eine hohe Strukturvielfalt", so Mohaupt. "Auf diese Weise entstehen deutlich bessere Nahrungs- und Versteckmöglichkeiten für Altvögel und frisch geschlüpfte Küken."

Auch Grömbach dabei

Während sich 2018 im Naturpark die Stadt Bühl und die Gemeinde Weisenbach beteiligten, setzten 2019 acht weitere Kommunen Pflegemaßnahmen um, darunter Gernsbach, Bühlertal, Ottersweier, Oppenau, Grömbach, Loffenau und Oberreichenbach. Die größte Fläche, auf der Pflegemaßnahmen ausgeführt wurden, lag mit 15 Hektar im Baden-Badener Stadtwald. Für 2020 wurden im Gebiet des Naturparks bereits mehr als 40 Hektar in die Planung aufgenommen.

Wissenschaftlicher Projektpartner zur Umsetzung des Projekts ist die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg, weiterer Kooperationspartner ist der Naturpark Südschwarzwald.  Interessierte Waldbesitzer können sich bei Matthias Mohaupt melden: Telefon 07223/ 95 77 15 23, E-Mail mohaupt @naturparkschwarzwald.de.

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