Von den Finanzen her kommt auf die Gemeinde Grömbach einiges zu. Foto: Hase Foto: Schwarzwälder Bote

Finanzen: Grömbach steht vor finanziellen Herausforderungen / Straßensanierung geht ins Geld

Schon bei der Einbringung des Haushaltsplans für das Jahr 2019 hatte sich ein hoher Finanzbedarf der Gemeinde Grömbach in den kommenden Jahren abgezeichnet. Das prägte auch die Beratung in der jüngsten Sitzung.

Grömbach. Nach dem ersten Entwurf würde der Gesamtergebnishaushalt mit einem negativen Ergebnis von rund 123 000 Euro abschließen. Insbesondere die geplanten Unterhaltungsmaßnahmen in der Gemeinde verhindern ein positives Ergebnis. "Der Gesamtfinanzhaushalt für das kommende Jahr zeigt einen Finanzmittelbedarf von 2,03 Millionen Euro. Zum 1. Januar 2019 wird die Gemeinde voraussichtlich über 1,45 Millionen Euro an liquiden Mitteln verfügen", fasste Heike Schwizler den Stand der Dinge zusammen. Die Gemeinde Grömbach müsse nach den derzeitigen Zahlen mit einer Kreditaufnahme von rund 615  000 Euro rechnen.

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats Grömbach ging es darum, den Haushaltsplan nochmals zu beraten, um diesen dann möglichst im Januar verabschieden zu können. Heike Schwizler, die stellvertretende Kämmerin in Pfalzgrafenweiler, die für die Gemeinde Grömbach innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft den Haushaltsplanentwurf erstellt hat, ging die einzelnen Positionen durch.

Insbesondere wurde über mögliche Veränderungen im Vergleich zur Einbringung im November beraten. Der erste Haushaltsplanentwurf nach der neuen kommunalen Doppik zeige, dass die Gemeinde Grömbach in den nächsten Jahren einiges investieren müsse. Insbesondere die Sanierung der Unteren Straße ist mit einem Kostenumfang von rund 2,3 Millionen Euro ein dicker Brocken. Neben der Erweiterung des Friedhofs wird auch die Erschließung des ersten Bauabschnitts des Baugebiets Hasenäcker die Gemeindekasse kräftig belasten.

Auch bei den Finanzierungsbeiträgen für den Breitbandausbau wird die Gemeinde trotz der zu erwartenden Zuwendungen kräftig investieren müssen, teilte die stellvertretende Kämmerin mit. Für das Jahr 2019 ist außerdem die Sanierung der Hochdorfer Straße geplant. Insgesamt gesehen würden die Maßnahmen die Gemeinde vor eine große finanzielle Herausforderung stellen, so Schwitzler. ­

Die Gemeinderäte waren sich im Hinblick auf diese Herausforderung einig, auf die Anschaffung von Tablets für den Sitzungsdienst zu verzichten, ebenso auf die Anschaffung der Software Regisafe. Außerdem soll die Erschließung des Baugebiets Hasenäcker in mehreren Bauabschnitten erfolgen. Hier wolle man die entsprechende Kostenaufteilung prüfen. Der Gemeinderat sprach sich für eine gute Information der Bürger bei Ausbaumaßnahmen von Straßen aus. Wichtig sei es, die betroffenen Bürger nicht vor vollendete Tatsachen zu stellen. Bürgermeister Armin Pioch schlug vor, die Gebühren für das Lindenforum zu prüfen. Alle Ausgaben müssten erwirtschaftet werden. Es könne geprüft werden, von den Nutzern entsprechende Beiträge zu verlangen.

Heike Schwizler nahm die Wünsche und Anregungen aus dem Gemeinderat auf und versprach, diese entsprechend in den Haushaltsplan 2019 zu übernehmen. In der Januar-Sitzung wird der Gemeinderat den geänderten Haushaltsplan beraten und möglichst auch verabschieden. Bürgermeister Armin Pioch dankte Schwizler für ihre Ausführungen und für das Aufstellen des Haushaltsplans.

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