Kindergarten: Gemeinderat beschließt Anhebung der Beiträge

Die Kinderbetreuung in der Gemeinde Grömbach wird teurer. Dies beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig.

Grömbach. Zuletzt wurden die Kindergartenbeiträge im Jahr 2016 erhöht. Aufgrund gestiegener Kosten schlug die Verwaltung eine erneute Erhöhung der Beiträge für den Kindergarten Löwenzahn vor. "Der Gemeindetag hat den Trägern empfohlen, die Beiträge zu erhöhen", teilte Bürgermeister Armin Pioch mit. Für 2018 erwartet die Gemeinde pro Kind einen Abmangel von 6083 Euro im Jahr.

Bei der Betreuung der unter dreijährigen Kinder ist der Betrag um rund 50 Prozent höher als bei der Betreuung der über dreijährigen Kinder. Gemeinderat Walter Reutter (FWV) bemängelte die Verdoppelung des Kindergartenbeitrags bei den unter dreijährigen Kindern in kinderreichen Familien ab vier Kindern, die unter 18 Jahre alt sind. "Im Vergleich zu anderen Orten sind wir da sehr teuer." Dieser Argumentation konnte sich das Gremium anschließen und beschloss einstimmig, die Kindergartenbeiträge moderat zu erhöhen.

Ab diesem Jahr liegt die Betreuung für ein Kind über drei Jahren bei 140 Euro, für Kinder unter drei Jahren müssen 280 Euro pro Monat bezahlt werden. Gleichzeitig wurden die Gebühren für das neue Kindergartenjahr 2019/2020 beschlossen. Dann steigt der Betrag nochmals um fünf Euro bei über dreijährigen Kindern auf 145 Euro und auf 290 Euro für die Betreuung der Kinder unter drei Jahren.

Je nach Kinderanzahl in der Familie gibt es eine Staffelung. Die Sätze bei der Betreuung von einem Kind aus einer Familie mit vier Kindern unter 18 Jahren liegen bei 48 Euro ab diesem Jahr und bei 50 Euro ab dem neuen Kindergartenjahr 2019/2020. Hier beschlossen die Räte, den Satz für die Betreuung der unter dreijährigen Kinder mit dem Satz der über dreijährigen Kinder gleichzusetzen.

Einem orientalischen Basar glichen die Diskussionen über den Sinn und Zweck, einzelne Wochentage im Kindergarten einkaufen zu können. "Wir haben hier einige Grauzonen", so Pioch. Die Verwaltung wolle die Betreuung an einzelnen Wochentagen abschaffen und eine durchgängige Betreuung haben. Hintergrund sei, dass bei dem aktuellen Tagessatz von 50 Euro eine Anmeldung für eine durchgängige Betreuung günstiger sei. "Dann werden doch die Plätze besetzt, obwohl die Kinder zum Beispiel nur an zwei Tagen kommen", so Walter Reutter.

Gemeinderätin Kathrin Mast (UW) hielt sich als betroffene Mutter bei der Diskussion zurück. Bei vier Enthaltungen und drei Ja-Stimmen wurde beschlossen, weiterhin die Wochentags-betreuung zu genehmigen. Der Satz pro Wochentag liegt weiterhin bei 50 Euro.

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