Der überarbeitete Bebauungsplan für das Neubaugebiet Hasenäcker in Grömbach. Foto: Stadler Foto: Schwarzwälder Bote

"Hasenäcker": Überarbeites Werk erfordert erneute Offenlegung / Erschließungsstraße wird nicht breiter

Grömbach (bine). Änderungen am Bebauungsplan Hasenäcker hat Nadine Lindenschmitt vom Architekturbüro Gerhardt, Karlsruhe, in der jüngsten Sitzung des Grömbacher Gemeinderats vorgestellt. Diese mussten nach der Offenlegung sowie den Stellungnahmen und Einwänden der Träger öffentlicher Belange vorgenommen werden.

Die Einwände der Behörden bezogen sich auf den Geltungsbereich, eine mögliche Geruchsbelastung, die Breite der Erschließungsstraße und überbaubare Grundstücksflächen sowie den Plan für die Umspannstation. Die Netze BW hatte angeregt, die Umspannstation zu verlegen. Diesem Vorschlag folgte die Gemeinde und wählte als Standort den nordöstlichen Teil des Gebiets. Er liegt nun auch im Geltungsbereich des Plans.

Auf Anregung des Landratsamts Freudenstadt wurde in den aktualisierten Plänen die Wendeplatte als öffentliche Verkehrsfläche in den Geltungsbereich des Bebauungsplans aufgenommen. Bei einer Bebauung in zweiter Reihe muss die Erschließung über die jeweiligen Privatgrundstücke erfolgen.

Hecke soll Geruch abschirmen

Im nordwestlichen Teil des Plangebiets wurde zum einen das Baufenster von 17,50 auf 16 Meter Tiefe verkleinert. Außerdem wurde dem dortigen Bauherrn auferlegt, eine Hecke zu pflanzen. Erlaubt sind gebietsheimische und standorttypische Sträucher, etwa Hasel, Roter oder Schwarzer Holunder und Roter Hartriegel. Die Hecke diene der Geruchsabschirmung der Neubauten gegenüber dem landwirtschaftlichen Betrieb auf dem angrenzenden Grundstück, hieß es.

Die Anregung des Landratsamts auf Verbreiterung der Erschließungsstraße von fünf Metern auf eine Mindestbreite von 5,50 Metern wurde nicht in die Pläne aufgenommen, da sie hauptsächlich für Anliegerverkehr genutzt werde, wofür die geringere Straßenbreite ausreichend sei.

Aufgrund dieser Anregungen musste der Bebauungsplanentwurf erneut geändert werden, so Lindenschmitt, was eine erneute einmonatige Offenlage nach Bekanntmachung zur Folge hat. Im Anschluss können die Träger öffentlicher Belange erneut ihre Bedenken und Anregungen äußern, allerdings nur im Hinblick auf die bereits geänderten Planungen.

Ratsmitglied Walter Reutter geht das alles nicht schnell genug. Er forderte eine "Deadline" für den Bebauungsplan. Annabelle Töpler vom Bauamt Pfalzgrafenweiler wies darauf hin, dass die Fristen der Reihe nach einzuhalten seien. Geplant sei, den Bebauungsplanbeschluss in der Gemeinderatssitzung am 20. Mai zu fassen. Der Gemeinderat beschloss den geänderten Entwurf und die erneute Auslegung im Rathaus sowie auf der Homepage der Gemeinde einstimmig.

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