Der Wasserverbrauch in der Doppelgemeinde hat sich nach der Corona-Delle wieder stabil eingependelt.
Im Betriebsausschuss der Eigenbetriebe Wasser- und Abwasserversorgung stellten Jürgen Philipp und Markus Weber vom Kooperationspartner Naturenergie Netze die Jahresabschlüsse 2024 und Wirtschaftsplanungen 2026 vor.
Mit 17 Rohrbrüchen, davon neun in Hauptleitungen, gab es einen Bestwert seit Gründung des Eigenbetriebs 1997. Zwischen 60 und 90 Vorfälle gab es jährlich Ende der 1990er. Durch die Anpassung der Gebühren zum Jahresbeginn konnte eine Kreditaufnahme vermieden werden. Die Mehrkosten für die zusätzlichen Wasseruntersuchungen wegen der Ewigkeitschemikalien „PFAS“ konnten weitergegeben werden.
Trinkwasser ist unbelastet
Philipp teilte dem Gremium auf Nachfrage von Ulrike Ebi-Kuhn (CDU) mit, dass bei den monatlichen Proben die Werte konstant seien und keine Belastung des Trinkwassers bedeuten. Für 2025 rechnet der Eigenbetrieb mit einem Überschuss von 132 000 Euro, 2026 sollen es 84 000 Euro werden, die dann dem Gemeindehaushalt als Konzessionsabgabe zugeführt werden könnten.
Darlehen ist nötig
Rund 850 000 Euro stehen als Investitionskosten im Plan. 240 000 Euro entfallen für den Bereich Hochbehälter und Wasseraufbereitung, 617 000 Euro umfasst das Budget für die Erweiterung und Sanierung des Leitungsnetzes sowie die Erstellung neuer Anschlüsse. Dazu wird ein Darlehen von 600 000 Euro aufgenommen.
Fast eine Millionen Euro investiert der Eigenbetrieb Abwasserversorgung in die Erweiterung und Sanierung von Kanalanlagen. Die Investitionen in die Abwasserreinigungsanlage sowie das Regenüberlaufbecken auf dem BASF-Gelände werden mit 215 000 Euro veranschlagt. Trotz einer möglichen Kreditaufnahme von 1,2 Millionen Euro werden Tilgungsleistungen in Höhe von 920 000 Euro geplant.
Da 2024 ein Dreijahresplan aufgestellt wurde, bleiben die Gebühren bis einschließlich 2027 konstant. Trinkwasser wird mit 1,93 Euro für den Kubikmeter inklusive Steuern berechnet, das Schmutzwasser mit 2,90 Euro und das Niederschlagswasser, das in die Kanalisation überführt wird, wird mit 83 Cent je Quadratmeter versiegelter Fläche bepreist.