Die Arbeiterwohlfahrt und der Familientreff luden am Heiligen Abend zur formlosen Zusammenkunft ein. Zahlreiche Menschen nutzten die Gelegenheit, den Tag nicht ganz alleine zu verbringen.
Wenn sich über die Weihnachtsfeiertage die Familie ankündigt, ist viel Stress angesagt, aber es liegt auch das Versprechen schöner Zusammenkünfte in der Luft. Wer keine Familie hat oder wessen Familie zu weit entfernt wohnt, der bleibt mitunter ungewollt alleine. Um diesen Missstand zu verringern, veranstaltete der Grenzacher Treff des Familienzentrums Rheinfelden zusammen mit dem Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und drei hauptverantwortlichen Ehrenamtlichen im vergangenen Jahr erstmals einen Essenstreff am ersten Weihnachtsfeiertag in der „Alten Apotheke“ in Grenzach.
Spontan eingesprungen
In diesem Jahr sollte der ursprüngliche Plan verfolgt werden, an Heiligabend eine offene Zusammenkunft anzubieten. Doch die Organisatoren des vergangenen Jahres waren verhindert, weshalb kurzfristig Arnulf Kleiner (AWO) und Mechthild Käuflin-Lamott (FamZe) mit Familie einsprangen und einen Nachmittagskaffee mit Kuchen und Plätzchen anboten. Christiane und Thomas Möcklinghoff spendierten selbst gestrickte Socken, gefüllt mit Schokolade. Der Bürgerverein beteiligte sich mit lokalem Apfelsaft. Neben Kuchen standen überall Teller mit Weihnachtskeksen bereit, um geleert zu werden.
Zur Halbzeit waren am Sonntag bereits rund 40 Gäste, mal alleinstehend, mal mit Familie, vorbeigekommen. Schnell waren freiwerdende Plätze wieder gefüllt. So kamen verschiedene Menschen an den Tischen in den beiden Räumen miteinander ins Gespräch.
Stammgäste sind dabei
Darunter einige Stammgäste, die im Rahmen der donnerstags stattfindenden Suppenküche regelmäßig im Familientreff „Alte Apotheke“ sind, aber auch Gäste, die erstmals kamen. Eine Besucherin erzählte, wie sie kurzfristig wegen der Erkrankung ihrer Familie alleine sei und deshalb ein wenig Abwechslung suchte. „Vermutlich komme ich mal wieder vorbei“, erzählte sie, nach dem sie von verschiedenen Angeboten des Quartierstreffs erfahren hat.
Fortsetzung geplant
Sehr zufrieden über die Resonanz waren Mechthild Käuflin-Lamott und Arnulf Kleiner. Beide freuen sich, im kommenden Jahr eine Fortsetzung anzubieten. Während Kleiner überlegt, vielleicht einen größeren Veranstaltungsort zu wählen, ist es Käuflin-Lamott wichtig, erneut an Heiligabend einen Treff zu öffnen. „Ich fände es abends noch schöner. Ich freue mich, dass an immer mehr Orten solche Angebote gemacht werden. An diesem Tag sind die Menschen am einsamsten.“