Thomas Maier erhielt durch die Vereins- und Bezirksvorsitzende Jasmin Lais (rechts) und ihre Ortsgruppen-Stellvertreterin Anja Rüch die Ehrung für halbes Jahrhundert in der DLRG. Foto: Rolf Rombach

Viel zu tun hatte die Ortsgruppe der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) im vergangenen Jahr. Trotz positiver Bilanzen bei der Mitgliederversammlung fehlen unterm Strich Einsatzkräfte. Waldemar Kern ist seit 70 Jahren im Verein.

Obwohl immer weniger Ehrenamtliche zur Verfügung stehen, wurden einige Bereiche sogar erfolgreich und konstant ausgebaut. Entsprechendes Lob gab es durch die Bürgermeisterstellvertreterin Annette Grether.

 

Rückblick: Von einem traurigen Anstieg der Ertrinkungsunfälle berichteten Ausbildungsleiterin Kerstin Kock und der technische Leiter Einsatz, Matthias Heinicke. Mit bundesweit 411 Verstorbenen stieg die Zahl um 31 Personen auf einen traurigen Wert. Darunter auch 14 Kinder, jünger als zehn Jahre.

Um hier gegenzusteuern, hat die Ortsgruppe nach der Corona-Pause ihr Engagement im Bereich der Schwimmausbildung nochmals deutlich erhöht. Statt zwei Kursen im Hallenbad betreut die DLRG nun vier Lehrgänge im Hallenbad sowie zwei im Freibad. Die Wartelisten seien lang, doch die ehrenamtlichen Ausbilder an ihrer zeitlichen Kapazitätsgrenze.

Ihren Dank richtete Kock daher an Anja Rüch und Michael Schüffelgen, welche inzwischen die Ausbildung zu Ausbildungsassistenten abgeschlossen haben und die Lehrscheine anstreben, um Kerstin Kock und Gerald Schorer zu entlasten. Letzterer gab zudem einen Erste-Hilfe-Kurs, zu dem auch Nichtmitglieder kamen.

Alleine der Bereich Ausbildung kam auf über 2150 Dienststunden durch 19 DLRG-Mitglieder und zwei helfende Mütter. Denn bei 120 Teilnehmern in den Trainingseinheiten sind viele Augen notwendig. Erfolgreich war auch ein Kraulkurs, wofür Kerstin Kock Bäderleiter Massimo Pinto dankte, dass die DLRG jederzeit die bestmögliche Unterstützung erhält.

Die Jugend: Mit lediglich 14 Seepferdchenabzeichen wurde ein Tiefstwert erreicht. Auch deutlich weniger Prüfungen für das Deutsche Schwimmabzeichen wurden abgenommen. Zehn Rettungsschwimmer Silber absolvierten die Vereinsmitglieder im Rahmen ihrer regelmäßigen Wiederholungsprüfung. Positiv: Erstmals seit Jahren wurden zwei Schnorcheltauchabzeichen abgenommen durch die Prüfer.

Die Einsatzgruppe mit ihren derzeit sechs Mitgliedern wurde fünf Mal alarmiert. Um hier den gestiegenen Anforderungen nachzukommen, wurde die Zusammenarbeit mit der OG Rheinfelden verstärkt. In den Bädern wurden mit insgesamt 13 Mitgliedern 226 Wachdienststunden geleistet. Drei Vertreter waren an der Nord- und Ostsee im Wasserrettungsdienst Küste im Einsatz. Mit vier Absicherungen auf dem Rhein in Basel und Grenzach-Wyhlen wurde die Vereinskasse aufgebessert.

Mit 19 Mitgliedern wartet das Jugend-Einsatz-Team (JET) derzeit auf. Leiterin Anja Rüch berichtete von zahlreichen Unternehmungen und Ausbildungen. Vom Besuch einer Rettungswache bis zum Zeltlager wurde dem Nachwuchs einiges geboten. Von 19 Teilnehmern der Vereinsmeisterschaft nahmen neun Mitglieder an den Bezirkswettkämpfen teil. Die erste Vorsitzende Jasmin Lais war sogar an den Weltmeisterschaften in Australien, bei denen sie als Schiedsrichterin im Einsatz war.

Finanzen: Kassierer Gerald Schoch berichtete von einem ausgeglichenen Haushalt. Er dankte dem Yachtclub für seine Spende in Höhe von 420 Euro. Zwar ginge ein Großteil der Mitgliedsbeiträge an höhere Strukturen, dafür seien die dortigen Lehrgänge kostenfrei. Er forderte die Mitglieder daher auf, das Angebot anzunehmen.

Ehrungen: Mit Thomas Maier konnte nur ein Jubilar persönlich für langjährige Mitgliedschaft ausgezeichnet werden. In ihrer Rolle als Bezirksvorsitzende ehrte Jasmin Lais ihn für treue 50 Jahre. Seit 25 Jahren sind Vanessa Schott, Pascal Schiffmann, Wolfgang Ketscheg und Andreas Jeckel in der DLRG. Wolfgang Kern ist bereits seit 70 Jahren Mitglied.