In den vergangenen zehn Jahren hat es in Grenzach-Wyhlen immer wieder massive, durch Starkregen bedingte Schäden gegeben. Unser Foto aus dem Jahr 2016 zeigt die damals vom Ruschbach beschädigte und teilunterspülte Ziegelhofbrücke. Foto: Tim Nagengast

Bürgermeister Tobias Benz sieht Grenzach-Wyhlen beim Thema Hochwasserschutz inzwischen „sehr gut aufgestellt“.

Es war Stammzuhörer Willi Halfter, der im Rahmen der Bürgerfragestunde zu Beginn der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses des Gemeinderats das Thema Starkregen und Hochwasser zurück aufs Tapet gebracht hat. Grund sei seine Sorge vor neuen Extremwetterereignissen und deren Folgen. Denn diese seien erfahrungsgemäß vor allem im Juni und Juli zu erwarten, sagte Halfter. Er bat die Verwaltung darum, die einschlägigen Wetter-Apps oder auch den Dienst von „Meteo Swiss“ zu nutzen. „Bei der letzten Ruschbachflut hat man das dort richtig kommen sehen“, erinnerte sich Halfter.

 

„Kein 100-prozentiger Schutz“

Benz bezeichnete den Themenkomplex Starkregen- und Hochwasserschutz als „abendfüllend“. Insgesamt sei die Doppelgemeinde hier inzwischen „sehr gut aufgestellt“. Der Rathauschef erinnerte dabei an die vor allem im Verlauf der vergangenen Jahre umgesetzten Maßnahmen im Kontext zum kommunalen Hochwasserschutzkonzept. Dafür sei eine siebenstellige Summe investiert worden. Außerdem stehe eine „Taskforce“ der Gemeinde parat, sollten sich extreme Wetterereignisse anbahnen. „Die zuständigen Kollegen nutzen die entsprechenden Apps und Warnsysteme“, sagte Benz. Bei den Technischen Diensten im Werkhof seien überdies zwei Mitarbeiter primär mit den Bereichen Hochwasser und Starkregen befasst.

Ansonsten gelte: „Einen 100-prozentigen Schutz gibt es nicht. Außerdem kann beziehungsweise muss jeder Eigentümer auch selbst etwas für sein Haus tun.“ Oftmals reichten schon Kleinigkeiten aus, um den Schutz vor Hochwasser zu verbessern. Als ein Beispiel nannte der Rathauschef die Lagerung von Grünschnitt oder anderem Material entlang von Bächen. Solche Dinge würden dann vom Hochwasser mitgerissen, verstopften Durchflüsse und sorgten für große Schäden. Man könne hier nur an die Vernunft appellieren, sagte Benz.

Im Übrigen habe die Gemeinde zwei Infoveranstaltungen zum Thema mit fachlich entsprechend besetztem Podium angeboten, „aber dann ist jeweils nur eine Handvoll Leute gekommen“.