Die Baugrube auf dem ehemaligen „Schlosser-Areal“ wird derzeit von Tag zu Tag größer.
Über die nächsten Schritte informierte für das Bauamt der freie Mitarbeiter Kurt Sänger in der jüngsten Sitzung des Grenzach-Wyhlener Gemeinderats. Eine Einbahnstraßenregelung soll für mehr Sicherheit sorgen. Die Baufahrzeuge gelangen über den Seidenweg auf das Gelände, ehe sie über die Basler Straße die Baustelle gen Osten wieder verlassen.
Angesprochen auf die Option einer Reifenwaschanlage erläuterte Sänger, dass aufgrund der Rahmenbedingungen schnell Kosten in Höhe von 200 000 Euro anfielen. Stattdessen seien die Verantwortlichen verpflichtet worden, mehrfach täglich die Straße bei Bedarf zu reinigen.
Ein seltenes Spezialgerät wird ab Juni die Stahlträger für den sogenannten „Berliner Verbund“ in den Boden rammen. „Das wird zu Beeinträchtigungen führen“, kündigte Sänger an. Daher habe man bereits Ausweichpläne für die Kita Bärenfels erstellt, welche bei Bedarf mit der Nachmittagsbetreuung in den Kindergarten Löwenzahn umziehen wird. Für die optimale Baustellensicherung wird übergangsweise der untere Schulhof der Bärenfelsschule am Rand um zwei Meter Breite zusätzlich in Anspruch genommen. Diese Absperrung wird spätestens in den Pfingstferien aufgestellt.
Bürgermeister Tobias Benz teilte mit, dass aus Sicherheitsgründen der Gehweg an der Basler Straße an der Ausfahrt gesperrt werden muss. Es wurden daher Baustellenampeln aufgestellt. Benz kündigte an, es sollten analog zum Stuttgarter Bahnhof Gucklöcher im Holzzaun eingerichtet werden , damit Passanten den Verlauf des Baus besser verfolgen können. Ordnungsamtsleiterin Sonja Nabbefeld erläuterte, dass für eine andere Baustelle zusätzliche Ampeln in der Basler Straße aufgestellt wurden. „Das hat für Verwirrungen gesorgt, weil plötzlich vier Ampeln dastanden.“ Ansonsten sei die Baustelle bisher tadellos.
Bauamtsleiter Alexander Ilg teilte mit, dass die Notfallpläne der Bärenfelsschule derzeit überarbeitet werden, was unabhängig der Baustelle notwendig wurde. Peter Weber (Freie Wähler) erkundigte sich nach dem Versicherungsschutz der gemeindeeigenen Gebäude, sollten durch die Baumaßnahmen Beschädigungen entstehen. Dies sei sichergestellt, versicherte Ilg.
Bei den Außenflächen gäbe es hierzu keinen Anlass, wie er auf eine Frage von Sabine Gampp (CDU) ergänzte. Elvis Bejtovic (Grüne) bemängelte, dass Personen nun über den Radschutzstreifen liefen, statt die Ampeln zu nutzen. Benz und Nabbefeld sahen hier allerdings keine weiteren Möglichkeiten, einzugreifen.
Ralf Blubacher (FDP) ärgerte sich, dass wegen der schwarzen Bodenplatten für die Beschilderung schon kurz nach deren Ablage ein Unfall passiert sei. „Die Schilder stehen die nächsten drei Jahre. Sollten wir die nicht besser fest verbauen?“ Diesen Vorschlag begrüßte Kurt Sänger. „Wenn keine Kabel darunter liegen, lohnt es sich.“ Daher sollen die Verkehrszeichen durch Bodenhülsen angebracht werden, hieß es.