Im Kreis Rottweil soll es den „Grauen Flecken“ bei der Breitbandversorgung an den Kragen gehen. (Symbolbild) Foto: Helen Moser

14 000 Adressen im Kreis Rottweil sind in Sachen schnelles Internet unterversorgt. Nachdem man bei der Förderung schon einmal leer ausging, soll es mit neuer Strategie diesmal klappen.

Graue Flecken sind jene Adressen, die über eine Downloadgeschwindigkeit von mehr als 30 Megabit pro Sekunde, jedoch nicht über ein gigabitfähiges Netz verfügen. Bei der Förderung zum Ausbau wird dabei nach einer Punktematrix priorisiert. Der erste Versuch des Landkreises 2023 für alle rund 14 000 Grauen Flecken in 20 Kommunen scheiterte. Nun plant man einen neuen Anlauf.

 

Gründe für die zu geringe Punktzahl 2023 waren offenbar eine bereits relativ gute Versorgung und der geringe eigenwirtschaftliche Ausbau, hieß es nun im Rottweiler Kreistag.

Um eine sichere Förderzusage zu erhalten, habe man 2024 einen optimierten „Teil-Antrag“ gestellt, der 5500 Anschlüsse in 13 Kommunen umfasst. Der Antrag mit einem Gesamtvolumen von etwa 56 Millionen Euro sei positiv beschieden worden.

Demnach übernimmt der Bund 50 Prozent und das Land 40 Prozent. Der Teilnehmerwettbewerb zur Auswahl eines Telekommunikationspartners sei im Mai gestartet. Bis Ende 2030 soll der Ausbau umgesetzt werden.

Rund 7000 Anschlüsse fehlen noch

Für die nicht im Förderantrag bedachten Kommunen Aichhalden, Fluorn-Winzeln, Schramberg (Talstadt und Sulgen), Hardt, Villingendorf, Oberndorf und Rottweil habe man ein Markterkundungsverfahren gestartet.

Dieses brachte hervor, dass noch etwa 7240 Anschlüsse nicht gigabitfähig erschlossen sind. Deshalb will der Landkreis einen weiteren Förderantrag stellen. Dabei sollen möglichst alle verbleibenden Kommunen integriert werden, je nach Punktebewertung müsse jedoch nochmals eine Aufteilung in Einzelanträge, etwa im Rahmen des Lückenschlussprogramms, erfolgen.

Das Gesamtvolumen läge bei diesem Abschnitt bei rund 66 Millionen Euro. Nach Abzug der Förderung von Bund und Land würden die Kommunen rund fünf Millionen Euro für die Innenbereiche übernehmen. 1,6 Millionen Euro für die Außenbereiche werde über die Kreisumlage finanziert.

Der Kreistag gab einstimmig grünes Licht für die Fortsetzung der erweiterten Ausbaustrategie.