Bei Grathwol Fensterbau aus Bergfelden freut man sich über das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR). Die nächste Antragsfrist läuft bis 29. August.
Die Freude ist Mayline Grathwol anzumerken. „Es hat sich auf jeden Fall rentiert.“
Gemeint ist die Förderung, die Grathwol Fensterbau durch das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) erhalten hat. „Die Produktionshalle war mitten im Wohngebiet“, blickt sie zurück.
Die Förderung ist bekannt
Denkt man an den Lieferverkehr der LKW oder die Maschinen, die morgens um 7 Uhr mit der Arbeit begannen, wird klar, warum Axel und Mayline Grathwol über den Neubau im Gewerbegebiet West nachdachten.
Und da es sich um ein großes Investitionsprojekt handelte, hatten sie sich vorab mit zahlreichen Leuten unterhalten. „Hartmut Walter hat uns auf die Fördermöglichkeit aufmerksam gemacht“, erinnert sich Axel Grathwol. Doch auch ihr Finanzberater habe diese Chance gleich angesprochen, ergänzt seine Frau.
Strategische Planung hilft
Dann ging es daran, den entsprechenden Antrag auszufüllen und eine Projektbeschreibung zu entwerfen. „Da ging es um eine Standortbetrachtung, Investitionsvolumen sowie Stärken und Schwächen“, zählt sie auf.
Auf elf Seiten hätten sie detailliert aufgelistet, wie sie den „Auszug aus der Gemengelage“ – also dem innerörtlichen Wohngebiet – planten und was sie sich davon versprechen. Diese strategische Planung sei nicht nur für den Antrag, sondern auch für sie selbst ein Gewinn gewesen, findet Mayline Grathwol.
„Ich würde es jedem empfehlen“
Besonderes Lob hält sie für die Mitarbeiter der L-Bank bereit. Diese seien den Antrag mit ihr Feld für Feld durchgegangen und hätten sie vollumfänglich unterstützt. „Die waren super und haben uns wirklich geholfen“, erklärt sie.
Und mit Blick auf andere mittelständische Unternehmen, die über eine Bewerbung zur aktuellen Ausschreibung der Förderung nachdenken: „Ich würde es jedem empfehlen, das zu machen.“
Neueste Technik im Einsatz
Nachdem der Antrag im August gestellt worden war, erhielten die Grathwols im März den positiven Bescheid – und eine zusätzliche Bezuschussung.
Denn da es sich bei ihrem Projekt um eine Halle in Holzbauweise handelte, wurde auch einem Zuschlag über 50 000 Euro aufgrund des CO₂-neutralen Bauens stattgegeben.
Nun steht die neue Halle schon seit einem Jahr und in ihr wird – auch mit der neuen CNC-Maschine – auf dem neuesten Stand der Technik produziert. „Das Büro und der Ausstellungsraum sind noch im Bau“, kommt Axel Grathwol auf die noch ausstehenden Dinge zu sprechen.
Die Nachfrage ist da
Doch Fenster und Türen würden in dem 4200 Quadratmeter großen und nach KfW-Standard 40 Plus errichteten Gebäude bereits gefertigt. Da mit diesen Holzprodukten die Energieeffizienz eines Hauses enorm gesteigert werde, können Kunden ebenfalls eine staatliche Förderung in Anspruch nehmen, ruft Mayline Grathwol in Erinnerung.
Und das werde auch gemacht. „Wir haben gut zu tun“, beschreibt sie die Auftragslage des Bergfelder Traditionsunternehmens. Denn dass hochwärmegedämmte Fenster einerseits die Heizkosten senkten, andererseits langfristig den Wert der Immobilie steigerten, sei auch den Eigentümern klar.
„Wir sind immer auf der Suche nach neuen Mitarbeitern in der Werkstatt und der Montage“, sagt sie. Und hat die Hoffnung, dass die neue Halle in direkter Autobahnnähe auch als ein innovatives „Werbeschild“ für künftige Bewerber dienen könne.
Entwicklung Ländlicher Raum 2026
Förderung
Gefördert werden Projekte, die lebendige Ortskerne erhalten, zeitgemäßes Wohnen und Arbeiten ermöglichen, eine wohnortnahe Versorgung mit Waren und Dienstleistungen sichern sowie zukunftsfähige Arbeitsplätze schaffen.
Kontakt
Unterlagen zu privaten Projekten müssen der Stadtverwaltung Sulz bis spätestens 29. August vorliegen. Zur Abstimmung der erforderlichen Unterlagen steht Hartmut Walter (Telefon 07454/96 50 15, E-Mail: hartmut.walter@sulz.de) zur Verfügung.