Auch im Winter lassen sich auf Gräbern farbliche Akzente setzen. Foto: GdF

Grabbepflanzung: Milde Winter sorgen für gelungene Optik auf dem Grab 

 Auch wenn Regen und Schneefall nach wie vor zu unseren Wintern dazu gehören – in den vergangenen Jahren waren es nur wenige Tage, die uns ein wirkliches Wintergefühl vermittelten. 
Den trüben Wintertagen lässt sich so eine winterliche Grabbepflanzung mit einigen Farbelementen entgegensetzen. Den Rahmen auf vielen Gräbern bieten immergrüne und winterharte Bodendecker, auch winterharte Gehölze werden als ausdauernde Pflanzen verwendet. Für jede Bepflanzung – auch für eine Wechselbepflanzung – eignen sich darüber hinaus ausdauernde Stauden, mit einer nahezu unerschöpflichen Palette an Möglichkeiten. 

Zu den Winterblühern zählt hier beispielsweise die Besenheide (Calluna vulgaris), die den ganzen Winter unermüdlich »blüht«. Denn im eigentlichen Sinn handelt es sich um Knospenblüher, die sich in Weiß, Rosa, Violett und Rot, Grün oder Silberfarben präsentieren. Ein beeindruckender Winterblüher ist die Christrose (Helleborus niger), mit Hauptblütezeit von Dezember bis in den März, die im Farbspektrum Weiß bis Dunkelviolett blüht sowie viele interessante Variationen wie etwa Weiß mit rosa Sprenkeln zeigt und sogar gefüllt blühen kann, während die Helleborus Orientalis-Hybriden ab Januar zur Blüte kommen und bis April immer wieder Blüten nachschieben. Kombiniert mit der Scheinbeere (Gaultheria), die mit ihren roten leuchtenden Beeren zum Hingucker wird, Heuchera-Arten als Blattschmuckpflanzen sowie kleinwüchsigen Gräsern gelingt eine schöne Grabbepflanzung. 

Je nach Witterung gefallen auch Blattschmuckstauden wie die Kaschmir-Bergenie (Bergenia ciliata), wenn ab Februar ihre hellrosa Blüten zum Vorschein kommen. Ein schöner Kombinationspartner ist hierbei die Schaumblüte (Tiarella cordifolia), die allerdings erst ab April weiß blüht. Weiß blüht auch die Immergrüne Schleifenblume (Iberis sempervirens), die bei milden Temperaturen früh blüht und je nach Sorte bis zu 30 Zentimeter hoch wächst. Sie gehört zu den Steingartenpflanzen und bildet mit ihren ledrigen dunkelgrünen Blättern einen kissenförmigen Wuchs. 

Zu den frühblühenden Stauden zählen die eher zarten Duftveilchen (Viola odorata), die von Weiß über Rosa bis zum beliebten Dunkelviolett blühen. 
Eigentlich werden Zwiebelblüher bis spätestens November in die Erde gepflanzt. Doch auch im zeitigen Frühjahr lassen sich mit vorgetriebenen Zwiebeln die allerersten Hingucker im Jahr aufs Grab bringen. Naturnah und vor allem interessant als Insektenmagnet sind beispielsweise Winterling (Eranthis hyemalis) Schneeglöckchen (Galanthus), die sich, wenn keine Wühlmäuse zuvorkommen, auch auf dem Grab ausbreiten und Jahr für Jahr mit ihren gelben und weißen Blüten schöne Farbakzente setzen. Auch gelbe, weiße und violette Krokusse, weiße Märzenbecher (Leucojum vernum) oder Blausternchen (Scilla siberica) sind Zwiebelblüher, die sich gut selbst vermehren und kleine Blütenteppiche bilden können. 
Wo Blüten noch zögerlich ihre Knospen öffnen, lässt sich mit Trockengestecken oder Sträußen mit Tannengrün, in Kombination mit Schnittblumen wie Tulpen oder Narzissen, Farbe aufs Grab bringen.