Ein Schild im Eingangsbereich des Gottlob-Freithaler-Hauses weist auf die Schließung der Einrichtung „bis auf Weiteres“ hin. Foto: Sozialgemeinschaft Schiltach/Schenkenzell

Allen Vorsichtsmaßnahmen zum Trotz: Im Gottlob-Freithaler-Haus ist Corona ausgebrochen. Zwei Bewohner und zwei Mitarbeiter sind infiziert. Die Einrichtung ist derzeit geschlossen.

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Schiltach - Das Pflegeheim der Sozialgemeinschaft Schiltach/Schenkenzell ist vorerst bis Dienstag, 13. April, wegen des Corona-Ausbruchs für Besucher geschlossen. Über diese Maßnahme des Rottweiler Gesundheitsamts informierte der geschäftsführende Leiter des Vereins Uli Eßlinger am frühen Dienstagabend in einer Mitteilung. "Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen und täglichen durchgeführten Coronaschnelltests sowie insgesamt vier Impfterminen im Haus verschont Corona unser Pflegeheim leider auch nicht", bedauerte er.

Von dem Virus waren bis Dienstagnachmittag zwei Bewohner und zwei Mitarbeiter betroffen. Allen ginge es gut, versicherte Eßlinger. Der Ausbruch beschränkt sich demnach auf einen der vier in sich geschlossenen Wohnbereiche.

Erkrankte waren nicht geimpft oder hatten keine Antikörper

Die Bewohner des Gottlob-Freithaler-Hauses und die Mitarbeiter hatten bei insgesamt vier Impfterminen im Haus, ab Januar die Möglichkeit sich freiwillig impfen zu lassen. Das haben 97 Prozent aller dort genutzt. Bei den anschließenden Antikörpertests jeden Folgemonat gab es laut Mitteilung Testpersonen, die trotz Impfung keine Antikörper gebildet hatten. Tatsächlich seien vom aktuellen Corona-Ausbruch bisher lediglich Personen betroffen, die nicht geimpft waren oder laut Schnelltest nach der zweiten Impfung keine Antikörper gebildet hatten.

Gesundheitsamt ordnet PCR-Test für Mittwoch an

Das Rottweiler Gesundheitsamt wird nun am heutigen Mittwoch bei sämtlichen Pflegeheimbewohnern und Mitarbeitern einen PCR-Test durchführen. "Die Behörde prüft damit auch, ob es sich um eine Mutation des Virus Sars-Cov-19 handelt, wie sie bereits bei Bürgern in Tennenbronn und Schramberg entdeckt wurde", erklärte Eßlinger. Zudem soll festgestellt werden, ob erfolgreich Geimpfte das Virus ohne vielleicht selbst zu erkranken, weitertragen können. "Dazu gibt es bisher geringe Erkenntnisse", sagte er.

Der geschäftsführende Leiter betonte abschließend seine Dankbarkeit gegenüber Mitarbeitern, Bewohnern und deren Angehörigen, die Verständnis zeigen, zum Schutz aller zusätzliche Maßnahmen mitzutragen. "Ich weiß, dass das gerade über die bevorstehenden Osterfeiertage nicht leicht ist."