Mit Theater, starken Botschaften und einem feierlichen Fest wurde in Furtwangen Erntedank gefeiert. Ein Rabe, Lose mit Gewinn und gelebte Hilfe machten den Tag besonders.
Die evangelischen Christen feierten am vergangenen Sonntag in Furtwangen Erntedank mit Gottesdienst und Abendmahl sowie anschließendem Gemeindefest. Hübsch machte sich das von der Kirchenältesten Cornelia Schäfer gerichtete Arrangement von Blumen, Obst und Gemüse am Altar aus.
Dank, Hilfe für Bedürftige und die Achtung der Schöpfung wiesen die inhaltliche Richtung des 15. Sonntags nach Trinitatis. Der Dank drückte sich unter anderem im Lied von Martin Gotthard Schneider aus.
Ein kleines Sinnesspiel hatten sich Konfirmanden und Jugendliche der Gemeinde zusammen mit Prädikantin Gabriele Sander-Bauer und Cornelia Schäfer ausgedacht, um die Geschichte vom barmherzigen Samariter in Szene zu setzen.
Ein Rabe beobachtete von hoher Warte das Geschehen: Am Wegesrand saß eine Verletzte, die um Hilfe und Wasser bat. Ein Priester und ein Sanitäter gingen achtlos vorüber. Nur zwei Ausländer oder Asylanten, von denen man am wenigsten Hilfe erwartete, nahmen sich der Geschädigten an, verbanden sie und transportierten sie vorsichtig weg. Der Rabe fand das toll, rief „Bravo“ und „das nenne ich Nächstenliebe“.
Die wichtigen christlichen Themen
Ferner hatten sich die Konfirmanden Gedanken über wichtige christliche Themen gemacht und behandelten „Schöpfung“ und „Heiliger Geist“. In seiner Predigt ging Pfarrer Markus Ockert auf das „richtige Fasten“ gemäß des Propheten Jesaja ein: „Brich mit den Hungrigen dein Brot“.
Jesus Christus habe in der Begegnung mit den Emaus-Jüngern genau das getan und jeder Mensch sei aufgefordert, etwas von sich abzugeben, um dadurch ein Stückchen wie Gott zu werden. Das Geben täte gut – persönlich, den Kirchengemeinden oder den Städten und werde zum eigenen seelischen Gewinn.
Bewirtung, Spaß und Lose
Nach dem Abendmahlsgottesdienst ging es ins Gemeindehaus, wo viele helfende Hände für die Bewirtung der Gäste sorgten. Daneben gab es viele Gelegenheiten, sich kennen zu lernen, denn auch auswärtige Besucher waren gekommen.
Für die Kinder war Basteln und Spaß auf der Hüpfburg angesagt. Ein lustiger Gag, zu dem Konfirmanden Lose verkauften, war die Versteigerung der Erntedankgaben. Rege wurden die Erfolgsaussichten angepeilt, denn jedes Los war ein Gewinn, so dass schließlich kaum etwas übrigblieb.