Voller Elan schmettern die Chormitglieder von "InSpirit" einen Song nach dem anderen. Foto: Bender

Beim Jubiläumskonzert von "InSpirit" am Sonntagabend in der Versöhnungskirche in Burladingen wurden der Chor und sein Auftritt ausgiebig gefeiert.

Burladingen - Die Songs, welche der Gospelchor "InSpirit" beim Konzert anstimmte, gingen regelrecht unter die Haut. Wunderbare vierstimmige Gesänge, ein Chorleiter, der gekonnt in die Tasten des Keyboards haut, weltbekannte Hits und Eigenkompositionen: Es war einfach nur fantastisch.

Eine Party mit 1000 Besuchern

Gutgelaunte Gäste, Umtrunk und Unterhaltung sowie großartiger Gesang – so sieht eine gelungene Geburtstagsparty aus. Der Gospelchor ist 20 Jahre jung geworden und hat aus diesem Grund zum Jubiläumskonzert in die Versöhnungskirche in Burladingen eingeladen. Gut 100 Besucher fanden sich zur Party ein und brachten auch tatsächlich Geschenke mit.

Diese erhielt aber nicht der Chor selbst, sondern die evangelische Kirchengemeinde Burladingen, bei welcher der Chor vor vier Jahren eine Heimat gefunden hat. Die Spenden sollen dem Wunsch der Chormitglieder entsprechend für die anstehende Dachsanierung an der Kirche verwendet werden.

"Die Kirche ist in die Jahre gekommen wie wir alle, und das schöne Gotteshaus soll ja auch in 20 Jahren beim nächsten Jubiläumskonzert noch von uns bespielt werden", erklärte Reinhard Will, der Sprecher des Chors.

Schöner verpacken kann man geistliches Liedgut gar nicht

Die Kirchengemeinderäte wiederum waren selbst begeistert vom grandiosen Auftritt und zeigten sich überglücklich, solch einen Chor zu haben, weshalb man Sänger und Gäste später noch auf ein Glas Sekt einlud. "In The Name Of The Son, Of The Father, Of The Holy Ghost" – "Im Namen des Sohnes, des Vaters und des Heiligen Geistes" – es waren Songtexte mit geistlichem Inhalt, eben Gospels. Aber schöner verpacken kann man geistliches Liedgut eigentlich gar nicht.

Zum andächtig gesungenen "Amen" schnipsten die Chormitglieder mit den Fingern, bei "You Are Holy" wurde rhythmisch geklatscht. Und natürlich forderte Reinhard Will die Zuhörer immer wieder auf, mitzumachen und gerne auch zu tanzen.

Wenn auch manche der Songs eher besinnlich waren, so war der Grundton doch immer hoffnungsfroh und fröhlich. Und dann erklangen immer wieder auch fetzige Rhythmen, die einen tatsächlich kaum auf den Bänken halten konnten.

Nur die Feuerzeuge fehlen

Zwischendurch erhob sich ein gut gelaunter Anton Roggenstein von der Klavierbank und forderte das Publikum auf, lautstark mitzusingen. Denn diesen Song kannte ja nun wirklich jeder. Bei "Let It Be" von den Beatles haben eigentlich nur die in die Höhe gestreckten Feuerzeuglichter gefehlt. Die Stimmung war grandios.

Sie hätten bei Anton Roggenstein gelernt, ohne Notenblätter zu singen, erläuterte Will. Und tatsächlich ist dies nicht nur optisch für den Besucher ansprechender, die Sängerinnen und Sänger können eben auch ihre Hände zum Klatschen einsetzen.

Beim zweiten Ton, welchen Anton Roggenstein am Keyboard anschlägt, wisse man dann, welcher Song dran sei, denn ein Programm gebe es nicht, scherzte Reinhard Will. Einzelne Solotalente habe der Chorleiter herausgekitzelt, wurde den Besuchern außerdem erläutert. Und tatsächlich gab es immer wieder mal ein Duett, bei dem der restliche Chor in den Hintergrund trat und eher die Grundmelodie mitsummte, oder sogar Soli.

Die große Fangemeinde dankte es den Akteuren mit anhaltendem Applaus. So schön und klangvoll kann Gotteslob sein. So mitreißend kann Gesang sein. So glücklich waren am Ende alle – Chor und Zuhörer.